Ölpreise sinken leicht - Saudi-Arabien dämpft Erwartungen an Opec-Treffen

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Freitag nachgegeben. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 49,34 US-Dollar. Das waren 33 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 16 Cent auf 47,17 Dollar.
26.08.2016 12:55

Händler erklärten den leichten Preisrückgang mit Aussagen des Energieministers von Saudi-Arabien, Khalid Al-Falih. Der hatte die Erwartungen auf Fortschritte bei den Bemühungen um eine Einigung auf Förderobergrenzen wichtiger Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und Russlands gedämpft. Al-Falih hatte einen starken Eingriff am Ölmarkt ausgeschlossen. Immerhin räumte er ein, dass eine Vereinbarung zu künftigen Fördermengen positiv für die weitere Entwicklung am Ölmarkt wäre.

Nach Einschätzung des Generalsekretärs der OPEC, Mohammed Barkindo, sind die Förderländer nach wie vor an einer Einigung auf Obergrenzen bei der Produktion interessiert. Ende September will sich das Ölkartell mit anderen Produzenten treffen, um über die Lage am Rohölmarkt zu beraten. Es geht vor allem um die Möglichkeit, mit Förderobergrenzen die Preise zu beeinflussen.

Der Preis für Opec-Rohöl hat sich zuletzt wenig verändert. Das Opec-Sekretariat meldete am Freitag, dass der Korbpreis am Donnerstag 45,28 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren drei Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/tos/das

(AWP)