Ölpreise sinken - Weiter Berg- und Talfahrt am Ölmarkt

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Freitag trotz eines etwas stärker als erwartet ausgefallenen Wirtschaftswachstums in China gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Mittag 46,88 US-Dollar. Das waren 49 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August fiel um 47 Cent auf 45,21 Dollar.
15.07.2016 12:31

Händler sprachen von einer Berg- und Talfahrt der Ölpreise in den vergangenen Handelstagen. Sie erklärten den aktuellen Rückgang mit einer Gegenbewegung, nachdem die Ölpreise am Vortag im Zuge einer freundlichen Stimmung an den Aktienmärkten gestiegen waren. Ausserdem verwiesen sie auf eine Analyse von Rohstoffexperten der Bank BNP Paribas. Demnach könnten die Ölpreise wegen eines zu hohen Angebots auf dem Weltmarkt und einer vergleichsweise schwachen Nachfrage wieder bis auf 40 Dollar zurückfallen.

Dagegen bewegten neue Daten zum Wirtschaftswachstum in China die Ölpreise kaum. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt war im zweiten Quartal um 6,7 Prozent gewachsen und damit etwas stärker als von Volkswirten erwartet. Am Nachmittag stehen zahlreiche wichtige Konjunkturdaten aus den USA auf dem Programm, die für neue Impulse am Ölmarkt sorgen könnten.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zuletzt gesunken. Das Opec-Sekretariat meldete am Freitag, dass der Korbpreis am Donnerstag 42,88 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 31 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl/stb

(AWP)