Ölpreise steigen - IEA: Opec setzt Förderkürzung nahezu komplett um

Die Ölpreise haben am Freitag weiter zugelegt. Eine Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) zur Umsetzung einer vereinbarten Förderkürzung durch das Ölkartell Opec habe die Preise gestützt, hiess es aus dem Handel. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 56,27 US-Dollar. Das waren 64 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März stieg um 55 Cent auf 53,55 Dollar.
10.02.2017 13:43

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) habe von der versprochenen Reduzierung der täglichen Fördermenge 90 Prozent tatsächlich realisiert, hiess es in einer Mitteilung der IEA. In der Organisation werden die Interessen führender Industriestaaten vertreten. Die für einige Experten überraschend schnelle Umsetzung der jüngsten Opec-Beschlüsse ist laut IEA dem Mitgliedsland Saudi-Arabien zu verdanken. Demnach habe das mit Abstand wichtigste Förderland seine Produktion stärker als eigentlich vereinbart gesenkt.

Insgesamt erkennen Rohstoffexperten der Commerzbank eine Stabilisierung der Ölpreise, nachdem es zu Beginn der Woche noch kräftige Preisausschläge gegeben hatte. Die Commerzbank-Experten verwiesen auf jüngste Daten zu den Rohölimporten in China. Diese hatten sich im Januar auf einem "sehr hohen Niveau gehalten".

Unterdessen gehen Experten von Goldman Sachs einer aktuellen Prognose zufolge davon aus, dass es bereits im ersten Halbjahr zu einem Angebotsdefizit an Rohöl auf dem Weltmarkt kommen wird./jkr/tos/fbr

(AWP)