Ölpreise steigen kräftig - IEA: Opec setzt Kürzung nahezu komplett um

Die Ölpreise haben am Freitag nach Meldungen zur Fördermenge der Opec kräftig zugelegt. Eine Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) zur Umsetzung einer vereinbarten Förderkürzung durch das Ölkartell habe die Preise beflügelt, hiess es aus dem Handel. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 56,73 US-Dollar. Das waren 1,10 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März stieg um 99 Cent auf 53,99 Dollar.
10.02.2017 17:53

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) habe von der versprochenen Reduzierung der täglichen Fördermenge 90 Prozent tatsächlich realisiert, hiess es in einer Mitteilung der IEA. In der Organisation werden die Interessen führender Industriestaaten vertreten. Die für einige Experten überraschend schnelle Umsetzung der jüngsten Opec-Beschlüsse ist laut IEA dem Mitgliedsland Saudi-Arabien zu verdanken. Demnach habe das mit Abstand wichtigste Förderland seine Produktion stärker als eigentlich vereinbart gesenkt.

Insgesamt erkennen Rohstoffexperten der Commerzbank eine Stabilisierung der Ölpreise, nachdem es zu Beginn der Woche noch kräftige Preisausschläge gegeben hatte. Die Commerzbank-Experten verwiesen ausserdem auf jüngste Daten zu den Rohölimporten in China. Diese hatten sich im Januar auf einem "sehr hohen Niveau gehalten"./jkr/he

(AWP)