Ölpreise steigen weiter

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Mittwoch ihren Höhenflug der vergangenen Tage fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete 51,74 US-Dollar. Das waren 86 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte um 81 Cent auf 49,50 Dollar.
05.10.2016 12:39

Das private American Petroleum Institute (API) hatte am Vorabend einen Rückgang der US-Lagerbestände in der vergangenen Woche um 7,6 Millionen Barrel gemeldet. Die offiziellen Zahlen der Energy Information Administration (EIA) werden am Mittwochnachmittag veröffentlicht. Analysten rechnen hier mit einem Zuwachs von über einer Million Barrel. Die zuletzt deutlich gefallenen US-Rohölvorräte sind nach Einschätzung der Commerzbank auf geringere Importe zurückzuführen. Dies bedeute aber noch lange keinen Abbau der weltweiten Überversorgung.

Daneben gebe der sich den USA annähernde tropische Wirbelsturm Matthew den Ölpreisen etwas Auftrieb, sagten Händler. Die Ostküste der USA und damit die Verschiffung von Rohöl könnte beeinträchtigt werden.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 46,70 US-Dollar je Barrel betragen habe. Das waren sechs Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jsl/bgf/fbr

(AWP)