Ölpreise steigen weiter Richtung 50-Dollar-Marke

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise haben am Dienstag an starke Gewinne vom Wochenstart angeknüpft und weiter deutlich zugelegt. Am Markt werde weiterhin auf die konkrete Umsetzung einer bereits beschlossenen Produktionskürzung in wichtigen Förderländern spekuliert, hiess es aus dem Handel. Mittlerweile nähern sich die Preise für US-Rohöl und Nordsee-Öl wieder der Marke von 50 US-Dollar und damit dem höchsten Stand seit Ende Oktober.
22.11.2016 12:53

Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 49,73 US-Dollar. Das waren 83 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Januar stieg um 64 Cent auf 48,88 Dollar.

"Der Preisanstieg seit Ende letzter Woche erklärt sich mit der zunehmenden Erwartung, dass sich die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche auf Produktionskürzungen verständigen wird", schreiben Rohstoffexperten der Commerzbank in einer Analyse. Die Kürzung ist im Grundsatz beschlossen, es muss aber noch festgelegt werden, wie die Kürzung auf die Kartellmitglieder verteilt wird.

Zuletzt hatte es optimistische Äusserungen aus mehreren Opec-Staaten gegeben. Auch einige Beobachter, darunter die US-Investmentbank Goldman Sachs, zeigen sich etwas zuversichtlicher, dass eine Einigung gelingen könnte./jkr/tos/stw

(AWP)