Ölpreise verlieren weiter nach Anstieg der US-Ölreserven

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Donnerstag an die starken Vortagesverluste angeknüpft und sind weiter gesunken. Nachdem sich die Preise am Morgen zeitweise etwas erholen konnten, drehten sie im Vormittagshandel ins Minus. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 46,76 US-Dollar. Das waren 13 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Oktober fiel um vier Cent auf 44,66 Dollar.
01.09.2016 12:52

Ausschlaggebend für die fallenden Ölpreise ist ein überraschend starker Anstieg der US-Ölreserven. Die Vorräte waren nach Angaben des Energieministeriums vom Vortag um 2,28 Millionen auf 525,9 Millionen Barrel gestiegen. Der Experten hatten mit einem deutlich geringeren Anstieg gerechnet.

Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten den Anstieg der US-Ölreserven mit deutlich gestiegenen Rohölimporten. Diese hätten mit zuletzt gut 8,9 Millionen Barrel pro Tag das höchste Niveau seit fast vier Jahren erreicht. Über den gesamten Sommer hinweg seien die Importe deutlich höher gewesen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, hiess es weiter bei der Commerzbank.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zuletzt kräftig gesunken. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 43,91 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 1,34 Dollar weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl/stb

(AWP)