Presse: Fahndung nach Ex-VW-Managern - laut Anwältin 'erwartbare Konsequenz'

Fünf in den USA angeklagte Ex-VW -Manager müssen laut einem Bericht wegen ihrer möglichen Verstrickung in den Abgas-Skandal bei Reisen ins Ausland künftig mit der Verhaftung rechnen. Die US-Justiz lässt nach den Männern demnach weltweit über Interpol fahnden. Die Anwältin des früheren Entwicklungschefs der Kernmarke VW, Heinz-Jakob Neusser, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, der Schritt der Behörden sei aus ihrer Sicht nicht überraschend, sondern eine "erwartbare Konsequenz" der Anklagen in den Vereinigten Staaten. Unter anderem wurde gegen Neusser ermittelt.
23.06.2017 12:09

Über die Fahndung hatten am Donnerstagabend zuerst "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichtet. Neussers Anwältin sagte auf dpa-Anfrage, ihr Mandant werde sich persönlich nicht dazu äussern. Vom US-Justizministerium und von Interpol gab es ebenfalls keine Auskünfte.

Im Januar hatte das Justizministerium in Washington auf Basis von FBI-Ermittlungen ein "statement of facts" veröffentlicht. Neben einer Darstellung der zivilrechtlichen Vorwürfe, die Volkswagen Milliarden an Schadenersatz kosten, waren darin auch bereits strafrechtliche Punkte aufgeführt. Solange sich die Beschuldigten in Deutschland aufhalten, droht ihnen keine Auslieferung. Ihnen werden Verschwörung zum Betrug und Verstoss gegen US-Umweltregeln vorgehalten./jap/DP/das

(AWP)