Starker Dollar setzt Börsen in Asien weiter unter Druck

Tokio (awp/sda/reu) - Der starke Dollar hat am Dienstag erneut die Aktienmärkte in Fernost belastet. Investoren befürchten Kapitalabflüsse, weil die US-Währung nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl deutlich zugelegt hatte.
15.11.2016 08:45

Hintergrund sind Trumps Pläne zur Ankurbelung der Wirtschaft. Der MSCI-Index für Aktien aus der Region Asien/Pazifik ohne Japan notierte 0,1 Prozent niedriger. Seit Trumps überraschendem Sieg vergangene Woche hat der Index fast fünf Prozent eingebüsst.

An der Spitze der Kursverlierer standen indische und australische Papiere. "Die Leute preisen schon die Präsidentschaft von Trump und die Auswirkungen auf ihre eigene Wirtschaft ein", sagte Analyst Joseph Roxas von Eagle Equities.

In Tokio notierte der Nikkei-Index> kaum verändert bei 17'668 Zählern. Anleger nahmen Gewinne mit. Seit dem Wahlsieg von Trump hat der Nikkei fast neun Prozent gewonnen, vor allem weil Kursverluste des Yen die Exportchancen japanischer Firmen verbessern.

Nach der Vorlage von Halbjahreszahlen waren Bankaktien gefragt. Der Kurs von Sumitomo Mitsui Financial Group stieg 3,8 Prozent, der von Mizuho Financial Group 1,3 Prozent. Nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs legten Mitsubishi UFJ Financial Group mehr als vier Prozent zu.

(AWP)