Starkes Geschäft mit Krebsarzneien treibt US-Pharmakonzerne an

25.10.2018 15:58

Frankfurt (awp/awp/sda/reu) - Das Geschäft mit neuen Krebsimmuntherapien beflügelt die US-Pharmariesen Merck & Co und Bristol-Myers Squibb. Beide Unternehmen konnten ihren bereinigten Gewinn im dritten Quartal unerwartet kräftig steigen und hoben am Donnerstag ihre Jahresziele an.

Die Immuntherapie von Krebs ist das am schnellsten wachsende Feld im jährlich 100 Milliarden Dollar schweren Markt für Krebsmedikamente. Die Pharmaindustrie liefert sich ein regelrechtes Wettrennen um die Vorherrschaft in diesem Gebiet, das von Merck & Co mit dem Mittel Keytruda sowie von Bristol-Myers mit der Immuntherapie Opdivo angeführt wird.

Keytruda kam im dritten Quartal auf einen Umsatz von 1,89 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von gut 80 Prozent. Damit lag die Arznei knapp vor dem Konkurrenzmittel Opdivo, dessen Umsatz um 42 Prozent auf 1,79 Milliarden Dollar anzog.

Bristol-Myers nahm mit seinen Medikamenten Yervoy und später mit Opdivo zwar eine Pionierrolle in der Immuntherapie von Krebs ein. Keytruda hat allerdings eine dominierende Position bei der Behandlung von Lungenkrebs - der weltweit häufigsten Krebsart. Darunter leiden die Aktien von Bristol-Myers, die dieses Jahr bislang 20 Prozent verloren haben, während die Papiere von Merck & Co um 25 Prozent zulegten.

Gewinn höher als erwartet

Im vergangenen Quartal setzte Merck & Co insgesamt 10,79 Milliarden Dollar um, ein Plus von 4,5 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 1,95 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 56 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Damals hatte eine hohe Sonderaufwendung im Zusammenhang mit einer Kooperation mit AstraZeneca das Ergebnis belastet.

Der Gewinn war besser als Analysten erwartet htten. Merck & Co hob seine Prognose für diese Kennziffer an.

Auch Bristol-Myers konnte den bereinigten Gewinn je Aktie überraschend deutlich steigern und erhöhte seine Ziele. Der Nettogewinn stieg auf 1,9 Milliarden Dollar von 845 Millionen vor Jahresfrist. Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 5,69 Milliarden Dollar, wobei der Konzern auch von starker Nachfrage nach dem Blutverdünner Eliquis profitierte.

(AWP)