Südkoreanische Shinhan-Bank plant laut Medienberichten Bitcoin-Plattform

Der Bitcoin zieht immer mehr Finanzakteure in seinen Bann. Auch in Südkorea wird nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg der Weg zur bekanntesten digitalen Währung einer breiteren Öffentlichkeit geöffnet: Das grösste Geldinstitut des Landes, die Shinhan Bank, will erstmals die Kryptowährung anbieten und eine entsprechende Bitcoin-Plattform etablieren, berichtete Bloomberg am Mittwoch und berief sich auf Bankkreisen.
29.11.2017 08:41

Auf dieser sollen Käufer ihre Bitcoin sicher aufbewahren können. Ausserdem soll eine Anwendung für das Smartphone angeboten werden. Sofern die Regulierungsbehörden zustimmen, solle die Bitcoin-Plattform bereits Mitte kommenden Jahres an den Start gehen, hiess es. Für die Testphase sucht das Institut derzeit noch einen Unternehmenspartner. Ein Sprecher der Finanzaufsicht des Landes wollte die Pläne wegen ihres frühen Stadiums nicht kommentieren.

Trotz Warnungen vor einer gefährlichen Preisblase scheint der Boom des Bitcoin derzeit nicht zu stoppen. Am Morgen war die Kryptowährung auf ein neues Rekordhoch deutlich über der Marke von 10 000 Dollar gestiegen. Als einer der jüngsten Kurstreiber gilt die Ankündigung der grössten US-Terminbörse CME, einen Terminkontrakt für Bitcoins auflegen zu wollen.

In Südkorea könnten die Pläne der Shinhan Bank auf grosses Interesse stossen: Das Land stellt die weltweit am stärksten vernetzte Internetcommunity - der Anteil der Bevölkerung, die das World Wide Web nutzt, liegt bei 94 Prozent. Bitcoins sind ohnehin vor allem in Asien gefragt. So gibt es zum Beispiel in Hongkong einfach zugängliche Automaten, an denen Bitcoins gekauft werden können./tav/jkr/zb

(AWP)