Trumps Nordkorea-Drohung lässt Asien-Anleger kalt

(Meldung aktualisiert) - Die Drohung des US-Präsidenten Donald Trump einer "totalen Vernichtung" Nordkoreas hat die asiatischen Anleger am Mittwoch nicht aus dem Konzept gebracht. Der japanische Nikkei-Index stieg im Schlepptau der Rekordjagd an der Wall Street zeitweise sogar auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 20.339 Punkten und schloss knapp im Plus bei 20'310 Zählern.
20.09.2017 12:38

Trump habe drastische Worte gewählt und üblicherweise hätten die Börsen darauf reagiert, sagte Analyst Kom Doo-un vom Fondsanbieter Hana Financial Investment. "Wenn da nicht die allgemeine Zurückhaltung vor dem Fed-Entscheid wäre."

Die US-Notenbank werde wohl den Startschuss für den Abbau der billionenschweren Wertpapierbestände geben, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Wichtiger seien allerdings die Hinweise auf das Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen.

Bei den Einzelwerten gehörte Softbank zu den Favoriten. Der japanische Telekom-Konzern nimmt einen neuen Anlauf, um seine US-Mobilfunktochter Sprint mit T-Mobile US zu verheiraten. Softbank sei nun sogar bereit, auf die Mehrheit an dem gemeinsamen Unternehmen zu verzichten.

(AWP)