US-Anleihe: Gewinne - Zinskurve teilweise invers

US-Staatsanleihen haben am Dienstag zugelegt. Als "sichere Häfen" gefragt waren insbesondere Langläufer, nachdem Konjunktursorgen und die Furcht vor einem ungeordneten Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union die Wall Street stark unter Druck gesetzt hatten.
04.12.2018 21:29

Marktteilnehmer beschäftigten sich aber vor allem mit der teils inversen Renditekurve: Erstmals seit rund elf Jahren lagen die Renditen von dreijährigen und zweijährigen US-Anleihen höher als die Renditen im fünfjährigen Laufzeitbereich.

Eine inverse Zinskurve mit höheren Kurzfrist- als Langfristzinsen ist ein ungewöhnliches Phänomen und gilt als Rezessionssignal. Historisch gingen inverse Zinskurven in den USA oft, aber nicht immer, mit wirtschaftlichen Schrumpfungsphasen einher. Meist lief die Zinsentwicklung der realwirtschaftlichen Entwicklung einige Quartale voraus.

Der als besonders wichtig geltende Zinsabstand zwischen zehn- und zweijährigen US-Anleihen ist noch positiv, aber sehr gering. Die aktuelle Zinsentwicklung trifft auf nahrhaften Boden, weil sich viele Marktteilnehmer schon seit längerem fragen, wie lange der Konjunkturaufschwung in den USA noch anhalten mag.

Zweijährige Anleihen legten um 1/32 Punkte auf 99 29/32 Punkte zu und rentierten mit 2,803 Prozent. Fünfjährige Anleihen rückten um 1/32 Punkte auf 100 5/32 Punkte vor. Ihre Rendite betrug 2,790 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen stiegen um 15/32 Punkte auf 101 25/32 Punkte und rentierten mit 2,915 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von 30 Jahren erhöhten sich um 1 22/32 Punkte auf 104 Punkte. Sie rentierten mit 3,166 Prozent./la/jha/

(AWP)