US-Anleihen: Fester zu Handelsbeginn

Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Donnerstag zu Handelsbeginn gestiegen. In allen Laufzeiten sanken die Renditen. Die Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten Donald Trump am Mittwoch hat laut Händlern verunsichert. Anleger vermissten nähere Ausführungen zu Trumps bereits angekündigten Wirtschaftsvorhaben wie etwa Steuerkürzungen oder einem Infrastrukturprogramm. Während Aktien unter Druck gerieten, profitierten die als sicher geltenden Staatsanleihen.
12.01.2017 15:26

"Wie bei vergangenen Auftritten blieb Trump nahezu alle Antworten schuldig", kommentiert Dirk Gojny, Experte bei der National-Bank. Es sei jedoch deutlich geworden, dass es wahrscheinlich nicht unerhebliche Einschränkungen im Freihandel geben könne. "Insgesamt ist die Pressekonferenz aus Sicht der Investoren als Enttäuschung zu verbuchen. Vermutlich sehen die US-Notenbanker das ähnlich." Die in der der vergangenen Woche weniger als erwartet gestiegenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe belasteten in diesem Umfeld den Anleihemarkt kaum.

Zweijährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkte auf 100 5/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,163 Prozent. Fünfjährige Anleihen kletterten um 7/32 Punkte auf 100 24/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,838 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Papiere kletterten um 13/32 Punkte auf 97 5/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,329 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren kletterten um 29/32 Punkte auf 99 10/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,913 Prozent./jsl/tos/fbr

(AWP)