US-Anleihen nach Anfangsverlusten kaum bewegt - Yellen-Nachfolge im Fokus

US-Staatsanleihen sind am Dienstag nur anfangs von Spekulationen um die Nachfolge der US-Notenbankvorsitzenden Janet Yellen belastet worden. Zuletzt traten die Kurse der festverzinslichen Wertpapiere überwiegend auf der Stelle.
17.10.2017 21:33

Zweijährige Anleihen stagnierten bei 99 21/32 Punkten und rentierten mit 1,55 Prozent. Fünfjährige Anleihen verloren 1/32 Punkt auf 99 19/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,96 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere stiegen indes um 1/32 Punkt auf 99 18/32 Punkte und rentierten mit 2,30 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren drehten mit 12/32 Punkten ins Plus auf 98 29/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,80 Prozent.

US-Präsident Donald Trump soll laut einem Medienbericht schon bald eine Entscheidung über seinen Favoriten für den künftigen Vorsitzenden der US-Notenbank Fed fällen. Derzeit seien noch fünf Kandidaten im Rennen, und es sei damit zu rechnen, dass Trump seine Entscheidung noch vor Beginn seiner Asienreise am 3. November bekanntgeben werde, berichtete das "Wall Street Journal" mit Bezug auf einen nicht namentlich genannten Vertreter des Weissen Hauses.

Als Nachfolger kommt demnach unter anderem der Ökonom John Taylor in Frage, der die sogenannte "Taylor-Regel" entwickelt hat. Diese soll es Notenbanken ermöglichen, durch eine vergleichsweise einfache Gleichung den Leitzins festzusetzen. Im aktuellen Umfeld würde sie nach Berechnungen von Ökonomen zu einem fast doppelt so hohen Leitzins in den USA führen wie er derzeit gilt./gl/he

(AWP)