US-Anleihen: Rendite fällt auf tiefsten Stand seit November

US-Staatsanleihen waren auch am Donnerstag gefragt. Während die Kurse zulegten, gaben die Renditen weiter nach. Der Marktzins für zehnjährige Staatsanleihen fiel mit 2,21 Prozent zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Mitte November.
13.04.2017 15:38

Für den jüngsten Renditerückgang wird Präsident Donald Trump verantwortlich gemacht. Nachdem der Glaube an seine Wahlversprechen in den vergangenen Wochen bereits gesunken ist und damit auch die Renditen, sorgten neue Äusserungen für zusätzlichen Renditedruck. In einem Zeitungsinterview stellte sich Trump als Anhänger einer lockeren Geldpolitik dar und schloss eine zweite Amtszeit der gegenwärtigen Notenbankchefin Janet Yellen nicht aus. An den Finanzmärkten sorgte dies für Zweifel an dem von der Notenbank signalisierten strafferen Kurs.

Zusätzlichen Zulauf erhielten als sicher geltende Wertpapiere durch die als unsicher empfundene weltpolitische Lage. Für Verunsicherung sorgen in erster Linie Spannungen zwischen den USA und Nordkorea sowie zwischen den USA und Russland wegen der Syrien-Krise. Die Nachfrage nach Staatsanleihen bremste zuletzt jedoch etwas ab. In der Folge stiegen die Renditen wieder etwas an, während die Kursgewinne dahin schmolzen.

Zweijährige Anleihen lagen zuletzt unverändert bei 100 2/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,20 Prozent. Fünfjährige Papiere lagen ebenfalls unverändert auf 100 16/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,76 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen stagnierten auf 100 3/32 Punkten. Sie rentierten mit 2,23 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren kletterten um 1/32 Punkte auf 102 9/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,88 Prozent./bgf/jkr/jha/

(AWP)