US-Anleihen: Rendite steigt auf höchsten Stand seit Mai

US-Staatsanleihen sind am Freitag nach neuen Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt unter Druck geraten. Im Gegenzug stiegen die Renditen. Der Zins für zehnjährige Staatspapiere kletterte mit rund 2,4 Prozent auf den höchsten Stand seit Mai.
06.10.2017 15:11

Auslöser war ein deutlicher Anstieg der Stundenlöhne im September. Im Monatsvergleich stiegen die Löhne so stark wie seit fast neun Jahren nicht mehr. Die Lohnentwicklung gilt als mitentscheidend für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, weil die nach wie vor verhaltene Preisentwicklung erheblich durch die Lohnentwicklung beeinflusst wird. Stärker steigende Löhne gelten als eine wesentliche Bedingung für weitere Zinsanhebungen durch die Fed.

Die schwache Beschäftigungsentwicklung wurde dagegen an den Märkten weniger stark beachtet. Die Daten gelten wegen der beiden schweren Wirbelstürme Harvey und Irma als verzerrt. Auch das Arbeitsministerium sprach von einer belastenden Wirkung, ohne diese jedoch genau beziffern zu können.

Zweijährige Anleihen fielen um 1/32 Punkte auf 99 23/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,52 Prozent. Fünfjährige Anleihen sanken um 6/32 Punkte auf 99 14/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,99 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verloren 11/32 Punkte auf 98 25/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,39 Prozent. Dreissigjährige Papiere sanken um 14/32 Punkte auf 96 24/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,91 Prozent./bgf/jkr/jha/

(AWP)