US-Anleihen: Schwächer zu Handelsbeginn

Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Mittwoch gefallen. In allen Laufzeitbereichen stiegen die Renditen. Die höhere Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung in den USA durch die US-Notenbank im März belastete die Festverzinslichen erneut.
01.03.2017 15:30

Zwei führende Vertreter der US-Notenbank hatten Signale für eine baldige Leitzinsanhebung gegeben. John Williams, Chef der regionalen Notenbank in San Francisco, sagte, dass eine Zinserhöhung beim nächsten Treffen der Fed ernsthaft erwogen werden könnte. Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinsanhebung schon im März liegt laut Finanzmarktindikatoren bei 82 Prozent.

Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump bewegten die Kurse dagegen kaum. Trump hatte in seiner Rede vor dem amerikanischen Kongress in Washington keine Einzelheiten zu seiner angekündigten Steuerreform und zu geplanten Investitionen geliefert.

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA gaben keine klare Richtung vor. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte waren im Januar weniger stark gestiegen als erwartet, während die persönlichen Einnahmen deutlicher als erwartet zulegten. Die Jahreskernrate des Preisindex PCE lag wie schon im Vormonat bei 1,7 Prozent.

Zweijährige Anleihen fielen um 2/32 Punkte auf 99 21/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,296 Prozent. Fünfjährige Anleihen verloren 9/32 Punkte auf 99 13/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,994 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Papiere sanken um 18/32 Punkte auf 98 5/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,458 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren fielen um einen ganzen und 9/32 Punkte auf 98 25/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,061 Prozent./jsl/jkr/fbr

(AWP)