US-Anleihen starten mit Verlusten

US-Staatsanleihen sind am Dienstag mit Verlusten in den Handel gegangen. Händler verwiesen auf Druck von Seiten grosser europäischer Anleihemärkte. Zum einen wurde dies mit einem offenbar erfolgreichen Auftritt Emmanuel Macrons im ersten TV-Duell zur französischen Präsidentschaftswahl begründet. Laut einer Umfrage konnte er die Zuschauer mehr als seine Konkurrenten, darunter Marine Le Pen vom rechtspopulistischen Front National, überzeugen.
21.03.2017 14:23

Zum anderen gerieten britische Anleihen nach neuen Inflationszahlen unter Druck. Mit 2,3 Prozent stieg die Inflation im Februar stärker als erwartet und über das Ziel der Bank of England. Eine straffere Geldpolitik wird damit aus Marktsicht zumindest ein Stück weit wahrscheinlicher. Schon im jüngsten Sitzungsprotokoll der Notenbank hatte es geheissen, dass es nicht mehr viel brauche, damit einige Zentralbanker für eine straffere Linie votierten. Angesichts der Brexit-Risiken gilt eine baldige Zinsanhebung unter Analysten aber als unwahrscheinlich.

Zweijährige Anleihen fielen um 1/32 Punkte auf 99 20/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,30 Prozent. Fünfjährige Papiere verloren 3/32 Punkte auf 99 11/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,01 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen sanken um 6/32 Punkte auf 97 30/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,48 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren gaben um 12/32 Punkte auf 98 3/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 3,10 Prozent./bgf/jkr/jha/

(AWP)