US-Anleihen starten mit Verlusten

US-Staatsanleihen sind am Mittwoch mit Kursverlusten in den Handelstag gestartet. Marktteilnehmer verwiesen auf die freundlich erwartete Börse als Grund. Dort sorgten mehrere politische Entwicklungen für Auftrieb.
04.09.2019 15:37

Zum einen fassten die Anleger Hoffnung, dass ein ungeregelter Brexit Ende Oktober verhindert werden kann. Am Dienstagabend hatte das britische Parlament Vorarbeit geleistet. Ein entsprechendes Gesetz soll an diesem Mittwoch verabschiedet werden. Das Vorhaben torpediert den harten Brexit-Kurs der Regierung.

Für Aufhellung sorgte auch die Rücknahme des Entwurfs zum umstrittenen Auslieferungsgesetz in Hongkong. Das Vorhaben gilt als Auslöser der Massenproteste in der Sonderverwaltungszone Chinas. Die fortschreitende Regierungsbildung in Italien, der am Dienstagabend die Mitglieder der Fünf Sterne in einer Internet-Umfrage zugestimmt hatten, sorgte ebenfalls für Entspannung an den Märkten.

Daten vom amerikanischen Aussenhandel bewegten die Anleihekurse nicht nennenswert. Am Abend veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihren Konjunkturbericht "Beige Book". Das Dokument führt jedoch selten zu Marktbewegungen.

Zweijährige Anleihen stagnierten auf 100 2/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,46 Prozent. Fünfjährige Anleihen gaben 2/32 Punkte auf 99 16/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 1,35 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Papiere fielen um 10/32 Punkte auf 101 7/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,49 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren gaben um 27/32 Punkte auf 105 27/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 1,99 Prozent./bgf/jsl/fba

(AWP)