US-Anleihen: Überwiegend Kursverluste nach Verbraucherpreisdaten

Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Donnerstag überwiegend mit Verlusten auf überraschend deutlich gestiegene Verbraucherpreise reagiert. Lediglich sehr lang laufende Papiere legten etwas zu.
14.09.2017 21:19

Die Jahresinflationsrate war in den USA im August von 1,7 Prozent im Vormonat auf 1,9 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 1,8 Prozent gerechnet. "Die Verbraucherpreise sind zwar gestiegen und liegen leicht oberhalb der Konsensschätzung, von aufkommendem Teuerungsdruck kann aber noch keine Rede sein", kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba die Zahlen. Abgesehen von den Energiepreisen bleibe die Entwicklung moderat. "Insofern sollte der Anstieg der Zinserwartungen begrenzt sein", so Wortberg.

Zudem waren auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gefallen. Dies sorgte ebenfalls für eine eher gedämpfte Nachfrage nach den als sicher geltenden Staatspapieren.

Zweijährige Anleihen fielen um 1/32 Punkte auf 99 25/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,366 Prozent. Fünfjährige Anleihen gaben um 3/32 Punkte auf 99 7/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 1,790 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Papiere sanken um 3/32 Punkte auf 100 14/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,201 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren hingegen legten um 3/32 Punkte auf 99 11/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 2,782 Prozent./la/das

(AWP)