US-Anleihen weiter etwas schwächer

US-Staatsanleihen haben am Donnerstag im späteren Handel weiter leicht geschwächelt. Die Anhörung von Ex-FBI-Chef James Comey vor dem US-Kongress brachte bislang keine Neuigkeiten, die die Finanzmärkte hätten bewegen können.
08.06.2017 21:36

Zwar bezeichnete der von US-Präsident Donald Trump entlassene FBI-Chef James Comey diesen offen als Lügner und gab dem Vorwurf einer möglichen Einflussnahme auf die Justiz weitere Nahrung, doch eine klare Anordnung Trumps, das Verfahren gegen den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn im Zuge der Russland-Ermittlungen einzustellen, hat es laut Comey nicht gegeben. Er habe Trumps Worte, "Ich hoffe, Sie sehen einen Weg, das fallen zu lassen, von Flynn abzulassen", jedoch als solche verstanden, sagte Comey.

Trump hatte Comey vor einem Monat entlassen und damit einen politischen Skandal ausgelöst. Comey war dabei gewesen, herauszufinden, ob Russland 2016 in den Präsidentschaftswahlkampf eingriffen habe. Im Zuge dessen wurden Verbindungen zwischen dem Wahlkampfteam Trumps und Russland ein Thema und Flynn musste seinen Hut nehmen. Er hatte vor seinem Amtsantritt mit dem russischen Botschafter über Sanktionen gegen Moskau gesprochen und dies später verheimlicht.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 27/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,32 Prozent. Fünfjährige Anleihen fielen um 2/32 Punkte auf 99 31/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,75 Prozent. Zehnjährige Anleihen verloren 5/32 Punkte auf 101 20/32 Punkte und rentierten mit 2,19 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren sanken um 7/32 Punkte auf 103 1/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,85 Prozent./ck/he

(AWP)