US-Börsenaufsicht bittet Deutsche Bank zur Kasse

Washington/Frankfurt (awp/sda/reu) - Die Deutsche Bank hat eine ihrer kleineren Rechtsstreitigkeiten in den USA mit einer Strafe von 9,5 Millionen Dollar beigelegt. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC gab den Vergleich am Mittwoch bekannt.
12.10.2016 18:17

Die Behörde sah es als erwiesen an, dass Deutschlands grösstes Geldhaus in der Vergangenheit nicht dafür gesorgt hat, dass seine Analysten ihre potentiell marktbewegenden Einschätzungen vor der Veröffentlichung geheim halten. Ratings, Gewinnschätzungen und Handelsempfehlungen seien aber sensible Informationen, sagte die zuständige SEC-Beamtin. Um Insiderhandel vorzubeugen, müsse ein Finanzkonzern für entsprechende Kontrollen sorgen. Das sei bei der Deutschen Bank nicht passiert.

Viele grosse Rechtsstreitigkeiten stehen noch aus. Insgesamt hat die Deutsche Bank dafür 5,5 Milliarden Euro reserviert. Ob das ausreicht, ist Analysten zufolge völlig offen. Allein im Streit um faule Hypothekenpapiere hat das US-Justizministerium eine Strafe von umgerechnet 12,5 Milliarden Euro aufgerufen. Der Verhandlungspoker läuft.

(AWP)