USA verklagen VW vor deutschem Gericht auf Schadenersatz

Wegen finanzieller Folgen für US-Pensionsfonds infolge des Dieselskandals haben die USA Volkswagen laut einem Zeitungsbericht auf Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe verklagt. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, reichte die US-Regierung Klage vor dem Landgericht Braunschweig ein.
05.11.2017 08:52

Dem Bericht zufolge sollen zahlreiche US-Pensionsfonds durch den Absturz der Aktie im Zuge des Dieselskandals einen massiven finanziellen Schaden erlitten haben. Das US-Justizministerium werde in dem Rechtsstreit von einer deutschen Anwaltskanzlei mit Sitz in Frankfurt vertreten.

Bereits am Samstag hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, dass wegen des Dieselskandals mehr als 15'000 deutsche Autobesitzer beim Landgericht Braunschweig Klage gegen Volkswagen eingereicht hätten. Sie fordern demnach insgesamt rund eine viertel Milliarde Euro Schadenersatz.

Da es in Deutschland im Gegensatz zu den USA eigentlich keine Sammelklagen gibt, nutzt die US-Kanzlei Hausfeld mit Sitz in Berlin dem "Bild"-Bericht zufolge einen Trick, um die Ansprüche Tausender zu bündeln: Kläger sei ein in Deutschland zugelassener Rechtsdienstleister, an den die Autobesitzer ihre Ansprüche abgetreten hätten.

Ende August hatte das Landgericht Braunschweig eine Schadenersatzklage gegen die Volkswagen AG abgewiesen. Das Gericht urteilte, dass Käufer eines Dieselautos mit Manipulationssoftware keinen Anspruch auf Schadenersatz vom Hersteller haben.

(AWP)