Zurückhaltung in China und Indien lässt Goldnachfrage fallen

London (awp/sda/reu) - Sinkende Schmuck- und Münzkäufe in China und Indien haben die Gold-Nachfrage deutlich gedrückt. Im Sommer-Quartal habe es einen Rückgang von zehn Prozent gegeben, teilte der Branchenverband World Gold Council am Dienstag mit.
08.11.2016 08:44

In Indien und China hätten vor allem die hohen Preise und Druck auf die Haushaltseinkommen die Kauflaune gedrückt. Auch Zentralbanken hätten nur noch halb soviel Gold wie zuvor gekauft.

Dagegen war das Edelmetall als Investmentanlage gefragt. Die um mehr als 40 Prozent gestiegene Nachfrage von Investoren konnte jedoch die ansonsten herrschende Kaufzurückhaltung nicht ausgleichen.

Angesichts wieder niedrigerer Preise und dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft werde sich die Nachfrage im laufenden Quartal aber wohl wieder erholen, schreibt der Branchenverband. Das Angebot sei auf jeden Fall da. Auch wenn der Abbau in Goldminen leicht gesunken sei, habe dies ein deutlicher Anstieg von recycelten Produkten mehr als ausgeglichen.

(AWP)