A400M-Probleme belasten Airbus-Gewinn mit Milliardensumme

Die Dauerprobleme beim Militärtransporter A400M haben den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus 2017 eine weitere Milliardensumme gekostet. Trotz dieser Belastung von 1,3 Milliarden Euro verdreifachte der Konzern seinen Nettogewinn im abgelaufenen Jahr nahezu auf fast 2,9 Milliarden Euro, wie der Boeing-Rivale am Donnerstag in Toulouse mitteilte. Analysten hatten bereits mit dieser Grössenordnung gerechnet. Ein Jahr zuvor hatten der Technik-Ärger bei der A400M den Airbus-Gewinn sogar um 2,2 Milliarden Euro nach unten gezogen. Die Aktionäre sollen für 2017 eine von 1,35 auf 1,50 Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten.
15.02.2018 06:57

Bei der A400M werde die Vertragsanpassung mit den Kundennationen die verbleibenden Risiken deutlich reduzieren, hiess es. Eine entsprechende Absichtserklärung hatten Airbus und die sieben Staaten kürzlich unterzeichnet. Unterdessen profitierte Airbus 2017 unter anderem vom Verkauf seines Verteidigungselektronik-Geschäfts.

Seinen Umsatz steigerte der Konzern 2017 nur minimal auf 66,8 Milliarden Euro. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) wuchs um acht Prozent auf 4,25 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr will Konzernchef Tom Enders ihn um 20 Prozent steigern. Dazu will der Konzern rund 800 Verkehrsflugzeuge ausliefern nach 718 Maschinen im vergangenen Jahr. Ob dies gelingt, macht das Management erneut davon abhängig, dass die anhaltenden Triebwerksprobleme beim Mittelstreckenjet A320neo gelöst werden./stw/sku/jha/

(AWP)