Aareal Bank ist wegen niedriger Zinsen vorsichtig für 2017 - Dividende 2016 rauf

Der Gewerbeimmobilienfinanzierer Aareal Bank blickt wegen der niedrigen Zinsen mit Vorsicht auf das laufende Jahr. Für das laufende Geschäftsjahr gehe die Aareal Bank von einem anhaltend anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld aus; das Niedrigzinsumfeld dürfte anhalten, teilte das MDax-Unternehmen am Donnerstag in Wiesbaden mit. Das Institut sieht das Neugeschäft und den Gewinn sinken. Analysten hatten bereits mit Zurückhaltung gerechnet, allerdings nicht im nun genannten Masse.
23.02.2017 07:54

Das Neugeschäft bei den Immobilienfinanzierungen wird nach Auffassung der Aareal Bank von 9,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 7 bis 8 Milliarden Euro zurückgehen. Ein sinkender Zinsüberschuss dürfte für einen Rückgang des Konzernbetriebsergebnisses auf 260 bis 300 Millionen Euro sorgen, erklärte die Bank weiter. Im vergangenen Jahr hatte sie 366 Millionen Euro operativ verdient und dabei bereits einen Rückgang um mehr als ein Fünftel hinnehmen müssen.

Das lag aber nicht zuletzt daran, dass einmalige Zugangsgewinne aus der Übernahme der früheren WestLB-Tochter Westimmo das Ergebnis im Vergleichsjahr in die Höhe hatten schnellen lassen. Ohne diesen Effekt, so rechnete die Aareal Bank vor, wäre das Ergebnis gestiegen.

Unterm Strich verdiente die Aareal Bank im vergangenen Jahr 215 Millionen Euro nach 355 Millionen Euro im Jahr 2015. Auch hier machte sich der Westimmo-Kauf bemerkbar. Die Aktionäre sollen dennoch eine von 1,65 Euro auf 2,00 Euro je Aktie gestiegene Dividende erhalten. "Wir sind mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden", erklärte Vorstandschef Hermann Merkens. "Wir haben alle unsere Ziele erreicht, teilweise sogar übertroffen."/das/zb

(AWP)