AB Inbev erhöht sein Angebot für den Grossbrauer SABMiller

(Meldung mit weiteren Angaben ergänzt)
26.07.2016 10:59

Berlin (awp/sda/reu) - Der Grossbrauer Anheuser-Busch will die Aktionäre von SABMiller mit einer höheren Offerte von der anvisierten Megafusion überzeugen. Entstehen soll der weltweit grösste Bierkonzern.

AB Inbev ist gemäss früheren Angaben bereit, 71 Milliarden britische Pfund (rund 92 Milliarden Franken) für die bisherige Nummer Zwei am Weltmarkt auf den Tisch zu legen. Das Bargebot werde auf 45 Pfund je Aktie (rund 58 Franken) erhöht, teilte der belgische Konzern am Dienstag mit.

Dies entspreche einer Anhebung von einem Pfund je Anteilsschein im Vergleich zum November-Gebot. Anheuser-Busch erklärte, es handele sich um das letzte Angebot. Ziel sei weiterhin, die Fusion mit dem Peroni- und Grolsch-Konzern so schnell wie möglich über die Bühne zu bekommen.

Sollte der Zusammenschluss wie geplant erfolgen, käme nahezu jedes dritte Bier weltweit aus einem Hause. Konkurrenten wie Heineken und Carlsberg wären klar abgeschlagen. Früheren Angaben zufolge rechnet AB InBev in der zweiten Jahreshälfte mit dem Abschluss der Transaktion.

Aus dem Hause AB InBev kommen Biere wie Budweiser, Corona, Stella Artois oder Franziskaner. Der Konzern war 2008 aus der Fusion der belgisch-brasilianischen InBev-Gruppe mit dem US-Braukonzern Anheuser Busch entstanden. SABMiller verkauft unter anderem Pilsner Urquell, Miller und Grolsch.

In der Schweiz besitzen beide Konzerne keine Brauereien. Hier sind die Konkurrenten Carlsberg und Heineken vertreten. Dennoch ist AB Inbev mit der Schweiz verbunden. Der brasilianisch-schweizerische Doppelbürger Jorge Paulo Lemann, der in Rapperswil-Jona SG lebt, ist mit seiner Investmentgesellschaft 3G Capital Mehrheitsaktionär.

Die Wettbewerbsbehörden in der EU und in den USA haben den Zusammengang inzwischen bewilligt, allerdings mit der Auflage, Teile des Geschäfts zu verkaufen.

(AWP)