AB InBev schliesst neue Offerte für SABMiller kategorisch aus

Brüssel (awp/sda/reu) - Der belgische Brauerei-Gigant Anheuser-Busch InBev hat am Freitag eine weitere Aufbesserung seiner Übernahmeofferte für den britischen Rivalen SABMiller ausgeschlossen. Der Produzent von Marken wie Beck's, Budweiser, Stella Artois und Corona hatte am Dienstag eine Aufstockung des mehr als 100 Milliarden Dollar schweren Gebots angekündigt und dies mit der Talfahrt des Pfund nach dem Brexit-Votum begründet.
29.07.2016 10:59

Die SABMiller-Aktionäre sollen rund neun Milliarden Pfund mehr bekommen, um negative Wechselkurseffekte auszugleichen. "Dieses Angebot ist abschliessend und kann weder angehoben noch anderweitig verändert werden", sagte InBev-Chef Carlos Brito nun.

Nach seinen Worten haben beide Unternehmen bei der geplanten Fusion bereits gute Fortschritte gemacht. Das gelte unter anderem für die Verhandlungen mit den Wettbewerbsaufsehern sowie bei Verkäufen von Geschäftsbereichen in den USA, Europa und China.

Die Geschäftsbilanz von AB InBev im zweiten Quartal wird nach wie vor von der Wirtschaftskrise im zweitgrössten Markt Brasilien belastet. Der Konzerngewinn stieg zwar auf vergleichbarer Basis um 4,3 Prozent auf 4,01 Milliarden Dollar.

Von Reuters befragte Branchenanalysten hatten mit 4,13 Milliarden Dollar aber mehr erwartet. Eine deutliche Besserung in Brasilien erwartet InBev nicht mehr in diesem Jahr.

(AWP)