ABB-Grossaktionär Nordea verlangt gute Argumente gegen Zerschlagung der Gruppe

Stockholm (awp/sda/reu) - Ein dritter ABB-Grossaktionär setzt die Spitze des Elektrotechnikkonzerns unter Druck. Nordea Asset Management äussert Zweifel, ob die Netzwerktechniksparte Teil des Schweizer Unternehmens bleiben sollte.
15.09.2016 17:53

"Während sich die Profitabilität zuletzt verbessert hat, ist es immer noch nicht offensichtlich, dass alle Einheiten unter demselben Dach bleiben sollten", sagte Nordea-Fondsmanager John Hernander zu Reuters.

ABB prüft seit Monaten, ob sich der Konzern von der Sparte trennen soll. Auf dem anstehenden Investorentag vom 4. Oktober soll die Entscheidung verkündet werden. Die bisherigen Signale von ABB deuten eher darauf hin, dass die Netzwerktechnik nicht ausgegliedert wird.

"Wir denken, dass die Beweislast, wieso ABB als Einheit bestehen bleiben sollte, beim Unternehmen liegt", sagte Hernander. Nordea ist mit einem Anteil von 0,6 Prozent der zehntgrösste ABB-Eigner. Zwei noch grössere Aktionäre, Cevian und Artisan, fordern die Abspaltung der Sparte.

mk

(AWP)