ABB mit stabilem Auftragseingang im Q4 - Dividende erhöht

Der Industriekonzern ABB hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr knapp gehalten, auf vergleichbarer Basis resultierte wie beim Auftragseingang ein leichtes Plus. Der Auftragseingang war damit zum ersten Mal nach sechs Quartalen nicht rückläufig.
08.02.2017 07:10

Konkret blieb dieser im Vergleich zum Vorjahresquartal stabil bei 8,28 Mrd USD, bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse ergab sich auf vergleichbarer Basis ein Plus von 3%. Dieser Anstieg sei insbesondere auf den Zuwachs bei Grossaufträgen zurückzuführen, teilt ABB am Mittwoch mit. Der Auftragsbestand belief sich per Ende Dezember 2016 auf 23 Mrd USD, nach 24,55 Mrd per Ende September.

Der Umsatz ging zum Vorjahresquartal um 3% auf 8,99 Mrd USD zurück, entsprechend einem bereinigten Plus von 1%. "Dank der starken Performance der Division Stromnetze sind wir im vierten Quartal trotz des schwierigen Marktumfelds gewachsen", wird in der Mitteilung CEO Ulrich Spiesshofer zitiert.

Der operative EBITA reduzierte sich um 4% auf 1'057 Mio und die EBITA-Marge um 20 Basispunkte auf 11,7%. Auf vergleichbarer Basis lag das Minus beim EBITA bei 2%. Positive Effekte aus Nettoeinsparungen und Volumensteigerungen seien durch den Geschäftsmix sowie durch operative Währungsverluste aufgrund der Währungsabwertung in Ägypten aufgehoben worden, begründet das Unternehmen den Rückgang.

Der Reingewinn hat sich indes auf 489 Mio USD mehr als verdoppelt. Restrukturierungskosten und restrukturierungsbedingte Aufwendungen seien gegenüber dem vierten Quartal 2015 signifikant zurückgegangen, lautet die Begründung für diese Verbesserung

Die Dividende soll denn auch auf 0,76 von 0,74 CHF je Aktie erhöht werden.

Die Erwartungen der Analysten wurden mit dem Auftragseingang und dem Umsatz übertroffen, wogegen die Gewinnziffern unter den Erwartungen lagen. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 8,11 Mrd USD, für den Umsatz bei 8,90 Mrd, für den EBITA bei 1'076 Mio, für den Reingewinn bei 539 Mio USD und für die Dividende bei 0,765 CHF.

Mit Blick nach vorne bleibt ABB zumindest kurzfristig weiterhin zurückhaltend. Makroökonomische und geopolitische Entwicklungen würden ein uneinheitliches Szenario mit anhaltenden Unsicherheiten signalisieren. Weiter positiv seien einige makroökonomische Signale in den USA. In China rechnet die ABB-Führung mit einer Fortsetzung des Wachstums. Die Märkte würden durch das verhaltene Wachstum und erhöhte Unsicherheiten, beispielsweise durch den Brexit in Europa und geopolitischen Spannungen in anderen Teilen der Welt. weiter belastet, schreibt ABB weiter. Das Unternehmensergebnis werde durch den Ölpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung voraussichtlich weiterhin beeinflusst. Deshalb hält ABB an der bisherigen Formulierung fest, dass 2017 ein Übergangsjahr werden wird.

cf/gab

(AWP)