ABB setzt im Q3 mehr um und erhält auch mehr Aufträge - Marge leicht verbessert

Der Industriekonzern ABB hat im dritten Quartal 2017 etwas an Fahrt aufgenommen. So legten Auftragseingang und Umsatz nicht nur auf Basis von US-Dollar sondern auch auf vergleichbarer Basis etwas deutlicher zu als zuletzt.
26.10.2017 07:08

Der Auftragseingang zog gegenüber dem Vorjahresquartal um 8% auf 8,16 Mrd USD an, bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse ergab sich ein Plus auf vergleichbarer Basis (lfl) von 5%. In allen Divisionen und Regionen hätten dabei die Basisaufträge solide zugelegt, teilt ABB am Donnerstag mit.

Sie erhöhten sich auf vergleichbarer Basis um 6%, während die volatileren Grossaufträge um 5% unter dem Vorjahresniveau lagen. Die Grossaufträge hätten noch 9% zum gesamten Auftragseingang beigetragen, was die laufende Transformation des Geschäftsmodells von ABB widerspiegle. In allen drei zentralen Kundensegmenten von ABB habe sich die Nachfrage positiv entwickelt.

Der Umsatz stieg gleichzeitig um 6% auf 8,26 Mrd (lfl +3%). So ging das Book-to-Bill-Verhältnis im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 auf 0,94 von 0,99 zurück. Die Verkäufe nahmen in den Divisionen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe sowie Industrieautomation zu, wogegen sie in der Division Stromnetze gegenüber der Vorjahresperiode leicht nachgaben.

"Wir setzen unseren Wachstumskurs in allen Regionen konsequent fort", lässt sich CEO Ulrich Spiesshofer in der Mitteilung zitieren. "Die Kombination aus konsequenter Marktorientierung und der Fokussierung auf wachstumsstarke Segmente wie Elektroladestationen, Robotik sowie Nahrungsmittel zahlt sich aus."

Der operative EBITA stieg um 6% auf 1'124 Mio USD, während sich auf vergleichbarer Basis ein Plus von 3% ergab. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 10 Basispunkte auf 12,9%. Der Wert sei durch die positiven Effekte der Nettoeinsparungen und des Volumenbeitrags beeinflusst worden, dadurch seien die gestiegenen Rohstoffkosten, die Wachstumsinvestitionen und die Geschäftstransformation mehr als ausgeglichen worden.

Der Reingewinn lag um 1% über dem Vorjahresniveau bei 571 Mio USD. Gestützt wurde der Konzerngewinn durch einen positiven operativen Beitrag, dem jedoch im Vergleich zum dritten Quartal 2016 höhere Restrukturierungskosten und restrukturierungsbedingte Aufwendungen, höhere akquisitionsbedingte Aufwendungen und einige nicht-operative Positionen gegenüberstanden.

Damit hat ABB die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 8,12 Mrd, für den Umsatz bei 8,47 Mrd, für den EBITA bei 1'085 Mio und für den Reingewinn bei 546 Mio USD.

Mit Blick nach vorne bleibt ABB weiter vorsichtig. Trotz anhaltender Unsicherheiten seien in Europa und den USA positive makroökonomische Signale zu erkennen, und für China werde weiterhin Wachstum erwartet. Die globalen Märkte wiesen ein moderates Wachstum auf und würden durch geopolitische Spannungen in verschiedenen Teilen der Welt belastet. 2017 bleibt für ABB ein Übergangsjahr.

cf/dm

(AWP)