ABB übernimmt österreichische Firma B&R - Umsatz von über 600 Mio USD

Der Industriekonzern ABB kauft den österreichischen B&R-Konzern. Dadurch werde der Bereich Industrieautomation gestärkt, teilt ABB am Dienstag mit. B&R erzielt derzeit laut den Angaben mit 3'000 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 600 Mio USD. Mittelfristig sollen die Verkäufe auf über 1 Mrd USD gesteigert werden.
04.04.2017 07:19

Der Kaufpreis, den ABB an die beiden Firmengründer und alleinigen Besitzer entrichtet, wird nicht bekannt gegeben. Es handle sich jedoch um eine "branchenübliche Bewertung" heisst es. Die Transaktion werde aus Barmitteln finanziert.

ABB erhofft sich den Abschluss der Übernahme im Sommer 2017. Sie soll schon im ersten Jahr positive Auswirkung auf den operativen Gewinn je Aktie haben. Der Hauptsitz von B&R im österreichischen Eggelsberg soll danach zu ABBs globalem Zentrum für Maschinen- und Fabrikautomation werden, teilt die Gesellschaft weiter mit. Mit der Übernahme baue ABB die führende Rolle in der Industrieautomation aus und sei ideal positioniert, um die Wachstumschancen der Vierten Industriellen Revolution zu nutzen.

B&R (Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik GmbH) ist laut der Mitteilung der weltweit "grösste unabhängige Anbieter mit Fokus auf produkt- und softwarebasierten offenen Lösungen für die Maschinen- und Fabrikautomation". Die Firma wurde 1979 von Erwin Bernecker und Josef Rainer gegründet.

"Diese Transaktion ist ein wahrer Meilenstein für ABB, da B&R die historische Lücke in ABBs Automationsangebot schliesst", lässt sich CEO Ulrich Spiesshofer zitieren. "Wir passen perfekt zusammen: Künftig werden wir das einzige Unternehmen sein, das seinen Industrieautomationskunden das gesamte Spektrum an Technologie- und Softwarelösungen rund um Mess- und Steuerungssysteme, Antriebe, Robotik, Digitalisierung sowie Elektrifizierung anbietet", fügt er an.

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(AWP)