Actelion-Aktien rutschen stärker ab - Kritische Studien zu Sanofi-Deal

Zürich (awp) - Die Actelion-Aktien sind am Dienstagmittag an der Schweizer Börse deutlich abgesackt und vorübergehend wieder unter die Marke von 200 CHF gerutscht. Marktteilnehmer führen die heftige Kursbewegung vor allem auf kritische Bankenstudien zu einer allfälligen Übernahme von Actelion durch den französischen Sanofi-Konzern zurück. Von Seiten von Actelion gab es dagegen keinerlei Neuigkeiten, wie es bei dem Unternehmen hiess.
20.12.2016 15:47

Gegen 15.30 Uhr notieren Actelion um 5,5% im Minus aus 202,20 CHF nachdem sie kurz zuvor auf ein Tagestief von 196,30 abgerutscht waren. Allerdings sind Actelion bereits den ganzen Handelstag mit einem Minus von rund 3,5% schwächste Titel im Bluechip-Index SMI.

Ein Händler erklärte die Abgaben auf Anfrage vor allem mit einer Studie der UBS. "Diese hat offenbar nun die Runde gemacht". Laut der Studie der UBS-Analysten würde eine Actelion-Übernahme für Sanofi wohl auch nicht eine grössere Schaffung an Wert bedeuten als Johnson&Johnson, die sich vergangene Woche aus dem Übernahmerennen zurückgezogen hatten. "Im Grossen und Ganzen würde dasselbe erreicht, wenn Sanofi einfach eigene Aktien zurückkaufen würde", heisst es in der Studie, die AWP vorliegt.

Auch das Research der französischen Grossbank Société Générale vermag in einem möglichen Deal keine Wertgenerierung erkennen. Zudem würde Actelion zwar durch ihre Lungenbluthochdruck-Medikamente für den französischen Konzern Wachstum bringen. Fragezeichen sehen die Analysten aber in der Pipeline des Baselbieter Konzern, die vor allem ein "Me-too"-MS-Medikament und einen Wirkstoff im risikoreichen Gebiet der Schlaflosigkeit umfasse.

tp/yr

(AWP)