Actelion-Titel erleben wegen Übernahmegerüchten volatilen Handelsstart

Zürich (awp) - Die Actelion-Aktien haben am Donnerstag einen volatilen Handelsauftakt erlebt, sie notieren allerdings nach einem starken Handelsauftakt mittlerweile nur noch gerade knapp im Plus. Verantwortlich dürften dafür Gerüchte um einen Übernahmeinteressenten für das Allschwiler Biopharma-Unternehmen sein, die in den USA aufgekommen waren. Händler zeigen sich allerdings hinsichtlich der Gerüchte eher skeptisch.
24.11.2016 09:53

Gegen 9.30 Uhr notieren Actelion noch 0,1% höher auf 156,00 CHF, kurz nach Handelsbeginn waren die Titel noch bis auf 159,90 CHF angestiegen. Bereits am Vortag hatten Actelion mit einem Kursanstieg um 1,8% klar fester als der Markt geschlossen. In der ersten halben Stunde sind bereits rund 260'000 Titel umgesetzt worden, was etwa einem Drittel des durchschnittlichen Tagesvolumens in den letzten beiden Monaten entspricht.

In Umlauf gebracht worden sind die Gerüchte von einem Händlerportal in den USA. Dieses berichtete unter Berufung auf "mit der Sache vertraute Personen" über das Übernahmeinteresse an Actelion von einem grossen amerikanischen Pharmakonzern, ohne allerdings einen konkreten Namen zu nennen.

Mit Gerüchten dieser Art, die sicherlich absichtlich gestreut würden, müsse vorsichtig umgegangen werden, meinte ein Marktbeobachter in Zürich. Auch wenn die Glaubwürdigkeit der Berichte recht gering sei, so falle insgesamt die anhaltend gute Performance der Actelion-Aktie allerdings dennoch auf, räumte er ein: "Es scheint schon Sammler für die Actelion-Aktie zu geben." Mit einem Jahresplus von rund 12% schneide Actelion sehr viel besser ab als etwa die Schweizer Pharmakonzerne Roche und Novartis, für deren Titel im Jahresverlauf bisher ein Minus von rund 20% resultiert.

Ein Actelion-Sprecher erklärte am Donnerstagmorgen auf AWP-Anfrage lediglich, dass das Unternehmen keine Marktgerüchte kommentiere. In der Vergangenheit hatte Actelion-Firmenchef Jean-Paul Clozel stets betont, dass das Unternehmen unabhängig bleiben wolle. Die Aussagen würde Clozel wohl auch heute so machen, sagte der Sprecher.

tp/rw

(AWP)