Addex reduziert 2016 den Verlust - Schwerpunkt weiter auf Pipeline-Projekte

(Zusammenfassung) - Das Biotechunternehmen Addex hat seinen Verlust im Geschäftsjahr 2016 bei gleichzeitig gesunkenen Einnahmen eindämmen können. Für den weiteren Geschäftsverlauf kündigt das Unternehmen an, sich auch weiterhin auf seine wichtigsten Pipeline-Projekte und mögliche Partnerschaften fokussieren zu wollen. Die liquiden Mittel per Ende Februar beziffert Addex auf 3,9 Mio CHF. An der Börse fällt die Kursreaktion zurückhaltend aus.
05.04.2017 11:12

Für 2016 weist Addex einen Verlust von 3,1 Mio CHF nach -4,2 Mio im Vorjahr. Dass der Verlust 2016 niedriger ausfiel als Jahr zuvor liegt nicht zuletzt daran, dass Addex im Geschäftsjahr 2015 Abschreibungen in Höhe von 1,2 Mio CHF wegen eines Steuerdisputs mit Frankreich vornehmen musste.

Die Einnahmen beziffert das Biotechunternehmen auf 0,4 Mio CHF - eine Halbierung gegenüber den 0,8 Mio CHF aus dem Jahr 2015, wie aus der Medienmitteilung vom Mittwoch hervorgeht.

KOSTEN INSGESAMT REDUZIERT

Die Kosten konnte Addex im vergangenen Jahr unter dem Strich auf 3,1 Mio CHF reduzieren nach 3,9 Mio im Jahr 2015. Dabei stiegen allerdings die Ausgaben für Forschung und Entwicklung an auf 2,4 Mio (VJ 1,8 Mio) während die allgemeinen Ausgaben auf 1,1 Mio (VJ 1,7 Mio) zurückgingen.

Die Bestände an Barmitteln und ähnlichem beziffert Addex per Ende Februar 2017 auf 3,9 Mio CHF. Addex hatte erst Ende Februar eine Privatplatzierung über 3 Mio CHF gemeldet, die die Bestände damit auf den aktuellen Stand gebracht haben. Denn per Ende 2016 haben die Bestände bei 1,4 Mio CHF gelegen, ein Rückgang im Jahresvergleich um 46%. Der Grund dafür seien Ausgaben für das operative Geschäft in Höhe von 2,7 Mio CHF im Jahresverlauf 2016 gewesen.

PIPELINE-PROJEKTE IM FOKUS

Wichtiger als die eigentlichen Zahlen sind für das Biotechunternehmen aber die Fortschritte in den Pipeline-Projekten. Hier hatte Addex im Laufe der Geschäftsjahres 2016 etwa positive Daten zur Phase-II-Studie mit dem Produktkandidaten Dipraglurant bei der Behandlung der Parkinsonkrankheit veröffentlicht. Wichtig für diesen Kandidaten war auch die Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde, ihm den so genannten Orphan Drug-Status zu erteilen.

Auch der Produktkandidat ADX71441, der in der Behandlung von Sucht-Erkrankungen eingesetzt wird, habe sich 2016 gut entwickelt und eine robuste Wirksamkeit gezeigt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Auf dem Gebiet Drogenmissbrauch habe an zudem auch in der Zusammenarbeit mit dem US-Institut gegen Drogenmissbrauch (NIDA) eine neue Studie mit dem Wirkstoff ADX88178 bei Kokainabhängigkeit begonnen.

VERHALTENE KURSREAKTION NACH GUTEM JAHRESVERLAUF

Der Markt reagiert eher zurückhaltend auf die Zahlen. Gegen 10.15 Uhr kosten die Aktien 2,37 CHF, was einem Minus von 2,5% entspricht. Allerdings steht bei den Titeln seit Jahresbeginn auch ein Wertzuwachs von annähernd einem Drittel zu Buche. Der SPI tritt zeitgleich mit +0,02% auf der Stelle.

Im Handel fallen die Kommentare unterschiedlich aus. So äussert sich ein Händler eher kritisch über die Barmittelposition. Ein anderer hebt wiederum den guten Lauf der Aktien hervor und dass die Pipeline von Addex durchaus Potenzial bietet.

hr/cp

(AWP)