Admeira kauft Teil der NZZ-Vermarktungsfirma Audienzz

(Mit Stellungnahmen von Admeira und NZZ ergänzt) - Admeira, die Werbeallianz von SRG, Swisscom und Ringier, hat 15% an Audienzz gekauft. Dabei handelt es sich um die digitale Verkaufsorganisation der NZZ-Mediengruppe. Gleichzeitig stellt die NZZ neu mit Dominique von Matt einen Verwaltungsrat bei Admeira.
22.11.2017 17:46

Zu den finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart, wie die NZZ-Mediengruppe und Admeira am Mittwoch mitteilten. Die beiden Parteien prüfen gemäss eigenen Angaben eine weitergehende Zusammenarbeit. Ziel sei es, den Medienstandort Schweiz gegenüber den globalen digitalen Wettbewerbern stärker zu positionieren.

Angesichts der Abflüsse an Werbegeldern zu internationalen Tech-Giganten sei eine solche Kooperation in der Schweiz wichtig und richtig, hiess es bei Admeira auf Anfrage der sda.

NZZ: KEIN BEITRITT ZU ADMEIRA

Die NZZ-Mediengruppe betonte, dass dies kein Beitritt zu Admeira sei. Man wolle die NZZ-Produkte weiterhin selber vermarkten, hiess es auf Anfrage. Es gehe vielmehr darum, Wissen auszutauschen. Von Matt bringe profunde Marktkenntnis und langjährige Werbeerfahrung in den Admeira-Verwaltungsrat ein.

Als "medienpolitisches Statement" will die NZZ-Mediengruppe die Zusammenarbeit mit Admeira ebenfalls nicht verstanden wissen. An der medienpolitischen Einstellung ändere sich nichts.

Man könne auch mit jemandem zusammenarbeiten, ohne in jedem Punkt gleicher Meinung zu sein. "Wir führen keine Strategie gegen jemanden, sondern wir suchen nach Lösungen, die uns am Markt stärker machen", so NZZ-Sprecherin Myriam Käser.

Die Vermarktungsplattform Admeira von SRG, Swisscom und Ringier ist bei den Verlagen umstritten. Kritisiert wird vor allem die Rolle der SRG, die als gebührenfinanziertes Unternehmen nur mit einem ausgewählten Medienunternehmen zusammenarbeitet.

(AWP)