Aduno-Gruppe steigert 2016 Umsatz und Gewinn kräftig - Vincenz tritt ab

Die in den Bereichen bargeldloses Zahlen, Privatkredite und Leasing tätige Aduno-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 den Umsatz und den Gewinn kräftig gesteigert. So kletterte der Umsatz "getragen vom freundlichen Wirtschaftsumfeld" um gut 20% auf 583 Mio CHF, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt.
11.04.2017 08:50

Der Umsatz im Kartengeschäft habe dank höherer Transaktionsvolumina im Issuing und im Acquiring deutlich zugelegt, während sich das Privatkreditgeschäft in einem anspruchsvollen Umfeld gut behauptet habe.

Im Geschäftsbereich Payment mit den Geschäftsfeldern Kartenherausgabe, Kartenakzeptanz und Mietkaution ergab sich eine Umsatzsteigerung um knapp 30% auf 456,7 Mio CHF, während der Geschäftsbereich Consumer Finance 96,2 Mio zum Umsatz beitrug. Dank höherer Transaktionsvolumina habe der Kommissionsertrag trotz tieferer Interchange Fee gesteigert werden können, heisst es dazu. Wegen der bereits umgesetzten regulatorischen Senkung des Höchstzinssatzes im Privatkredit-Geschäft von cashgate sei aber der Zinsertrag zurückgegangen. Das Transaktionsvolumen im Bereich Payment erhöhte sich um 6% auf 16,5 Mrd CHF.

Das operative Ergebnis erhöhte sich um 63% auf 137 Mio CHF deutlich. Dabei profitierte das Unternehmen nebst den höheren Volumina zu einem wesentlichen Teil von einem hohen Sondertrag aus dem Verkauf von Visa Europa an die Visa Inc. So verbesserte sich auch der Reingewinn um nahezu 60% auf 118,5 Mio. Die Dividende soll deshalb auf 40 Mio CHF verdoppelt werden.

Für 2017 sei wieder ein gutes Jahr zu erwarten, heisst es zum Ausblick. Die Tendenz zum bargeldlosen Bezahlen dürfte anhalten, während sich das Privatkreditgeschäft stabil entwickeln sollte. Das Leasing-Geschäft sieht Aduno indes weiterhin "tendenziell unter Druck".

Weiter gibt das Unternehmen Veränderungen im Verwaltungsrat bekannt. So wird der seit 1999 als VR-Präsident agierende Pierin Vincenz an der kommenden GV nicht mehr für eine Wiederwahl kandidieren. Als neuer Vertreter der Raiffeisen-Gruppe soll Michael Auer in das Gremium gewählt werden. Neuer VR-Präsident soll der CEO der Zuger Kantonalbank, Pascal Niquille, werden.

cf/ys

(AWP)