Aduno im ersten Halbjahr 2017 mit tieferem Gewinn wegen Sondereffekt

Die Aduno Gruppe hat im ersten Semester 2017 weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Der Gewinnrückgang ist indes auf einen Sondereffekt zurückzuführen. Unter Ausschluss dieses Sondereffekts lägen alle finanziellen Eckwerte über Vorjahresniveau, teilte das auf bargeldloses Bezahlen spezialisierte Unternehmen am Freitag mit.
28.07.2017 10:00

Der Umsatz belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf knapp 264 Mio CHF, was einem Rückgang von 16% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das operative Ergebnis verminderte sich um 48% auf knapp 47 Mio und der Reingewinn um 43% auf 42,3 Mio. Der Rückgang sei indes darauf zurückzuführen, dass die Aduno Gruppe im Vorjahr im Rahmen der Übernahme der Visa Europe durch die Visa Inc. eine substanzielle einmalige Zahlung erhalten hatte, teilte die Gesellschaft mit.

Das bereinigte operative Ergebnis habe um 31% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs gesteigert werden können, heisst es weiter. Auch die operative Marge sei mit 17,8% über dem Vorjahresniveau von 14,8% gelegen.

"Die Aduno Gruppe hat im ersten Semester 2017 in allen Bereichen ein robustes Wachstum erzielt", sagt in der Mitteilung CEO Martin Huldi. Sowohl das Kartengeschäft (Geschäftsbereich Payment), als auch das Privatkredit- und Leasinggeschäft (Geschäftsbereich Consumer Finance) hätten gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs zulegen. Der Kartenbestand habe sich auf 1,46 Mio Stück erhöht, womit der Marktanteil in der Schweiz habe weiter ausgebaut werden können, heisst es weiter.

Für das zweite Halbjahr 2017 zeigt sich Aduno zuversichtlich. Es bestünden keine Anzeichen für eine Abschwächung der Konsumentenstimmung, die Zinsen dürften niedrig und die Währungsrelationen stabil bleiben.

Negativ zu Buche schlagen werde sich allerdings die Senkung des inländischen Interchange-Satzes, also der Verrechnungsgebühr für Kreditkarten, per 1. August 2017. Die Gruppe plant, diese mittels Effizienzsteigerungen zu kompensieren.

sig/cp

(AWP)