Air Berlin und Tuifly müssen weiter Flüge streichen

BERLIN (awp international) - Air Berlin hat am Mittwoch knapp jeden zwanzigsten Flug streichen müssen. Betroffen seien 32 von insgesamt 696 Flügen, teilte das Unternehmen am Mittwochmittag mit. Grund seien Crew-Engpässe bei Tuifly, die zum Teil kurzfristig gemeldet würden - ein Drittel der Tui-Flotte fliegt samt Besatzung für Air Berlin. Auch bei Tuifly werden mehr als 20 Flüge annulliert.
05.10.2016 13:32

"Von 99 vorgesehenen Flügen werden heute voraussichtlich 75 Flüge durchgeführt und Teile der Tuifly-Flugverbindungen auch über Partner sichergestellt", teilte der Ferienflieger aus Hannover mit. Bereits an den beiden Vortagen hatte es bei 30 Prozent der Tuifly-Flüge verspätete Starts gegeben, weil sich plötzlich viele Crews krank gemeldet hatten.

Bei Tuifly steht ein tiefgreifender Umbau bevor, die Mitarbeiter befürchten Job-Verluste. "Die massiven kurzfristigen Krankmeldungen der Kabinen- und Cockpitmitarbeiter schaden Kunden und Mitarbeitern in hohem Masse", heisst es in der Erklärung.

Nach Angaben von Betriebsratschefin Karin Grobecker soll es Ende kommender Woche bei einer ausserordentlichen Aufsichtsratssitzung nähere Informationen über die geplante Umstrukturierung geben. Sie sprach von grosser Verunsicherung unter den Mitarbeitern der Airline.

Bei Air Berlin hiess es, man bedauere die Unannehmlichkeiten und bemühe sich, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Nach Möglichkeit würden Fluggäste auf andere Flüge umgebucht. "Zum jetzigen Zeitpunkt konnten 90 Prozent unserer heutigen Flüge pünktlich starten", teilte Air Berlin mit./bf/DP/stb

(AWP)