Air Liquide dank Airgas-Zukauf mit mehr Umsatz und Gewinn

Der französische Gase-Hersteller Air Liquide hat 2016 vor allem von seiner jüngsten Übernahme des US-Konkurrenten Airgas profitiert. Der Umsatz kletterte um fast 15 Prozent auf 18,1 Milliarden Euro, wie der Linde -Konkurrent am Mittwoch in Paris mitteilte. Rechnet man aber Airgas, Währungs- und Energieeffekte heraus, dann wäre das Unternehmen nur leicht gewachsen. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von gut 1,8 Milliarden Euro. Fünf Prozent mehr als 2015. Damit traf das Unternehmen die Erwartungen des Marktes. Während sich die Geschäfte mit Grossanlagen und Medizingasen besser entwickelten, macht dem Unternehmen wie auch Linde die Schwäche in der kleineren Sparte Anlagenbau zu schaffen.
15.02.2017 08:42

Von dem höheren Gewinn sollen auch die Aktionäre profitieren: Das Management schlägt deshalb vor, die Dividende um 2,7 Prozent auf 2,60 Euro je Aktie anzuheben. Im laufenden Jahr will Air Liquide erneut mehr verdienen. Dazu sollen auch Synergien aus dem Zukauf beitragen. Unternehmenschef Benoît Potier zeigte sich zuversichtlich, dass Airgas 2017 dazu einen Beitrag leisten werde. Air Liquide will bis Ende 2018 mit der Integration von Airgas mehr als 300 Millionen US-Dollar an Synergien heben.

Der Konzern habe mit der Übernahme von Airgas einen grossen Schritt bei der geographischen Expansion sowie der Ausweitung der Märkte vorwärts gemacht, sagte Unternehmenschef Potier. Mit dem Zukauf haben die Franzosen ihren deutschen Konkurrenten Linde als weltgrössten Gase-Hersteller überholt. Dieser aber hat zum Gegenschlag ausgeholt und führt derzeit Fusionsgespräche mit dem US-Konzern Praxair , um sich den Spitzenplatz zurückzuerobern./mne/jha/fbr

(AWP)