Airbus schliesst Verkauf von Rüstungselektronik an KKR ab

Airbus hat seine in Deutschland ansässige Verteidigungselektronik-Sparte an die Investmentfirma KKR verkauft. Das Geschäft sei nach allen erforderlichen Genehmigungen der Behörden und der Bundesregierung abgeschlossen worden, teilte der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Dienstag mit.
28.02.2017 21:27

Der Anbieter mit Sitz in Ottobrunn bei München werde künftig unter dem Namen Hensoldt auftreten. Der französische Unternehmensteil solle später an KKR übertragen werden, dazu ist eine Zustimmung der Aufsichtsbehörden der französischen Regierung erforderlich.

Die bisherige Airbus-Verteidigungselektronik hat weltweit etwa 4000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von rund einer Milliarde Euro. Der amerikanische Investor KKR hatte den Bereich mit rund 1,1 Milliarden Euro bewertet, Airbus behält zunächst eine Minderheitsbeteiligung.

Airbus hatte bereits im September 2014 angekündigt, Teile seiner Rüstungssparte verkaufen zu wollen. Der Deal mit KKR wurde im März 2016 eingefädelt. Die Rüstungssparte ist seit Jahren eine Baustelle für den Konzern - zuletzt drückten neue Milliarden-Belastungen für den Militärtransporter A400M auf die Bilanz./sku/DP/zb

(AWP)