Airlines fliegen Türkei wieder nach Plan an - Lage in Badeorten ruhig

BERLIN (awp international) - Fluggesellschaften und Reiseveranstalter sind am Sonntag nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei weitgehend wieder zur Normalität zurückgekehrt. In den touristischen Regionen am Mittelmeer, die zum Teil weit entfernt sind von Istanbul und Ankara, entschlossen sich nach Angaben von Reiseveranstaltern nur wenige Urlauber, nach Deutschland zurückzukehren.
17.07.2016 17:29

Unklar aber sind die mittel- und langfristen Auswirkungen auf das ohnehin schwierige Türkei-Geschäft der Reiseveranstalter. Angesichts von Anschlägen in der Türkei waren die Buchungszahlen aus dem deutschen Markt in der gesamten Reisebranche bereits eingebrochen.

Fluggesellschaften flogen am Sonntag die Türkei wieder überwiegend nach Plan an. "Wir kehren weitgehend zum normalen Flugbetrieb zurück", sagte ein Lufthansa -Sprecher am Sonntag. Nur jeweils ein Hin- und ein Rückflug zwischen Ankara und München sowie eine Verbindung Istanbul-Frankfurt seien am Sonntag gestrichen worden.

Nach dem Putschversuch hatten mehrere Airlines am Samstag Flüge nach Istanbul und Ankara gestrichen. Die Urlaubsregionen des Landes wie Antalya, Izmir oder Dalaman dagegen wurden von zahlreichen Fluggesellschaften auch am Samstag planmässig angeflogen, wie es hiess.

In der Nacht zum Samstag hatten Teile des türkischen Militärs versucht, die Macht im Land zu übernehmen. Dies war gescheitert. Bei dem Umsturzversuch wurden nach offiziellen Angaben mindestens 265 Menschen getötet, mehr als 1000 wurden verletzt.

In den türkischen Urlaubsregionen am Mittelmeer blieb die Lage am gesamten Wochenende ruhig. Das berichteten Sprecher von Tui und Thomas Cook sowie DER Touristik (unter anderem ITS, Jahn Reisen, Dertour). Ein Sprecher von Thomas Cook sprach am Sonntag von "Normalität" in den Badeorten.

Eine Sprecherin der DER Touristik sagte, nur ganz wenige Reisende hätten sich für eine Rückreise aus den Badeorten entschieden. Bei der Tui wurden rund 30 Rückreisewünsche geäussert - bei derzeit etwa 18 000 Tui-Gästen in der Türkei, wie die Sprecherin des weltgrössten Reisekonzerns, Anja Braun, in Hannover sagte. "Die Lage ist absolut ruhig. Wer hin will, kommt hin, wer zurück will, kommt zurück."

Bei Thomas Cook gingen die Anfragen an das Unternehmen zur Sicherheitslage in der Türkei am Sonntag spürbar zurück, wie der Sprecher sagte. Nur vereinzelt hätten Urlauber am Wochenende ihre Reisen in die Türkei abgesagt./jaa/DP/he

(AWP)