Aktien Schweiz - Richtungslose Schweizer Börse

Der Schweizer Aktienmarkt steht am Mittwochmittag kaum verändert.
08.05.2019 11:30

Bei insgesamt wenig bewegten Kursen hat sich der SMI nach einem negativen Start vorübergehend auch schon leicht ins Plus vorgearbeitet. Derzeit verhindern vor allem die beiden Pharmaschwergewichte eine bessere Entwicklung. Aber auch wenn eine Mehrheit der Aktien nach mehreren Verlusttagen nach oben strebt, bleibt die Stimmung zurückhaltend. Weiterhin dominiert der Handelsstreit zwischen den USA und China das Marktgeschehen.

Die Blicke seien mit Spannung nach Washington gerichtet, heisst es in Börsenkreisen. Dort wollen sich die beiden Grossmächte am Donnerstag und Freitag gemeinsam an den Verhandlungstisch setzen. Dies weckt bei verschiedenen Investoren die Hoffnung, dass sich die Drohungen hinsichtlich höherer Zölle von US-Präsident Trump doch noch als leer herausstellen könnten. Andere Beobachter gehen davon aus, dass die Finanzmärkte die Einpreisung höherer Zölle und damit auch negativer Auswirkungen auf die globale Wirtschaft noch nicht beendet haben.

Der SMI steht gegen 11 Uhr 0,1 Prozent tiefer bei 9569 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI legt dagegen 0,1 Prozent auf 1492 Punkte zu, während der breite SPI wiederum 0,1 Prozent auf 11'587 Punkte nachgibt. Von den 30 Topwerten notieren 19 höher und 11 tiefer.

Pharmaschwergewichte bremsen den SMI

Einen höheren Stand des SMI verhindern insbesondere Roche und Novartis (je -0,5%), wobei vor allem Novartis zuletzt einen guten Lauf hatten und die Abgaben damit als Gewinnmitnahmen gelten können. Beide Unternehmen haben am Morgen über weitere Fortschritte mit Medikamenten anlässlich des Neurologenfachkongresses AAN in den USA berichtet.

Adecco (-0,1%) geben leicht nach. Die Aktien des Stellenvermittlers gehörten am Vortag im Anschluss an gute Erstquartalszahlen noch zu den wenigen Gewinnern. Allerdings bröckelten diese wie bei den meisten anderen Aktien im Tagesverlauf zu einem guten Teil ab und waren am Schluss (+0,4%) nur noch moderat im Plus.

Im Fokus stehen am Berichtstag aber insbesondere Nestlé (+0,1%). Am Vortag hatte der Nahrungsmittelkonzern anlässlich eines Investorentages in den USA eine grössere Veränderung im dortigen Vertriebssystem angekündigt. So will Nestlé das firmeneigene Liefernetz für Tiefkühlpizza und Eiscreme einstellen und baut Im Zuge dessen 4000 Stellen ab. In Marktkreisen wird die Neuorganisation positiv beurteilt. Die US-Bank Morgan Stanley oder auch die Bank Vontobel sehen klare Fortschritte hinsichtlich der für den Zeitraum bis 2020 von Nestlé formulierten Ziele. Und bei der ZKB lautete das Fazit: "Der Supertanker gibt Gas."

Luxusgüteraktien erholen sich

An der Spitze der zahlenmässig mittlerweile klar domminierenden Gewinner stehen Swatch (+1,3%), gestützt von einer Aufstufung durch Morgan Stanley auf "Equalweight". Die Verkäufe von Luxusgütern in China seien seit Anfang des Jahres stärker ausgefallen als erwartet, heisst es in einer Branchenstudie der Amerikaner. Auch Richemont (+0,9%) legen in der Folge überdurchschnittlich zu.

Klar höher notieren zudem noch Temenos (+1,2%), Logitech (+1,2%) und Julius Bär (+1,0%).

Im breiten Markt fallen Cosmo mit einem Plus von 1,2 Prozent etwas auf. Das Biopharmaunternehmen hat im Vorfeld einer Investorenveranstaltung eine Vertriebsvereinbarung mit Medtronic angekündigt. Am Vortag hatten die Aktien nach einer Aufstufung durch die Credit Suisse bereits 5 Prozent angezogen.

Bucher Industries stehen 1,0 Prozent höher, dies nach der Ankündigung einer kleineren Akquisition in China im Bereich Gemeindemaschinen. Bachem dagegen büssen nach Abschluss der im März angekündigten Kapitalerhöhung 2,3 Prozent ein.

(AWP)

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