Aktien Schweiz - Schweizer Anleger bleiben am US-Feiertag an der Seitenlinie

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag leicht angezogen. Kursgewinner und -verlierer halten sich bei meist geringen Kursänderungen die Waage.
23.11.2017 17:50

Einen Grund für das unüblich ruhige Geschäft sehen Händler auch in Feiertagen in Japan und den USA. Der SMI steigt um 0,3 Prozent auf 9316 Punkte.

"Die Leitbörsen in New York und Tokio sind geschlossen und am Freitag dürften die US-Marktteilnehmer auch nur zum Shoppen in die City kommen", sagt ein Händler. In den USA wird der Thanksgiving-Feiertag begangen und am Freitag findet nur ein verkürzter Handel statt. Viele Akteure bleiben dem Markt fern, weil der sogenannte "Black Friday" traditionell zu Weihnachtseinkäufen genützt wird.

Bremsend wirkte sich Händlern zufolge der nachgebende Dollar aus. Die US-Währung gab nach, weil Marktteilnehmer nach dem Protokoll des jüngsten Offenmarktausschusses der US-Notenbank darauf spekulieren, dass die Zinsen in der weltweit grössten Volkswirtschaft weniger stark angehoben werden könnten als ursprünglich gedacht.

Gewinnmitnahmen bei Idorsia

Die Genussscheine des Pharmakonzerns Roche schliessen nach den jüngsten kräftigen Kursgewinnen kaum verändert. Die Titel von Rivale Novartis dagegen steigen um 0,4 Proznet. Gewinnmitnahmen drücken die Aktien der Forschungsfirma Idorsia 0,7 Prozent ins Minus. Der Kurs war in den vergangenen Tagen um mehr als 16 Prozent in die Höhe geschossen.

Die Aktien des Lebensmittelkonzerns von Nestlé, dem Standardwert mit dem grössten Gewicht, steigen um 0,7 Prozent.

Die Anteile der Banken waren gefragt: UBS rücken 0,1 Prozent vor und Credit Suisse gewinnen 0,4 Prozent an Wert. Die Anteile der St. Galler Kantonalbank steigen um 0,7 Prozent. Die Staatsbank kauft zu einem ungenannten Preis das Private-Banking-Geschäft von M.M. Warburg in der Schweiz und übernimmt im Zuge dessen fünf Kundenberater. Versicherungswerte sind meist leichter.

Anleger griffen zu den Anteilen konjunktursensitiver Firmen, wie dem Personaldienstleister Adecco, Luxusgüterhersteller Richemont, dem Zementproduzenten Lafarge-Holcim und der Bauchemiefirma Sika.

Comet macht Vortagesverlust wett

Am breiten Markt machen die Comet-Aktien den Abschlag vom Vortag wett und stiegen um 3,9 Prozent auf 162 Franken. Für Rückenwind sorgte die Bank Vontobel, deren Analysten das Kursziel für den Hersteller von Komponenten für Röntgen- und Hochfrequenzgeräte auf 182 Franken anhoben.

Die Aktien der Derivate-Boutique Leonteq sinken nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Tage um 5,4 Prozent.

(Reuter)