Aktien Schweiz - Schweizer Börse gibt nach

Die Schweizer Börse hat sich am Mittwoch leicht abgeschwächt. Die Anleger hielten sich angesichts der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren zurück.
16.05.2018 17:40

Die Anleger sorgen sie sich um den Anstieg der US-Zinsen und wegen der Krisenherde in Nahost und Korea. Zudem dämpfte auch die Regierungsbildung in Italien die Kauflaune. Gleichzeitig seit die Bilanzsaison praktisch abgeschlossen. Damit fehlten Impulse, die dem Markt eine Richtung geben könnten. Der SMI notiert zum Handelsschluss mit 8974 Punkten um 0,2 Prozent tiefer.

Europaweit unter Druck standen Bankaktien. Die Anleger trennten sich vor allem von italienischen Papieren, denen die politischen Spannungen zu schaffen machten. Dem Negativtrend schlossen sich die Schweizer Grossbanken an: Die Aktien von Credit Suisse und UBS fallen um je 1,6 Prozent und Julius Bär verlieren 1,1 Prozent.

Bei den Versicherungen schlugen sich Zurich mit minus 0,5 Prozent auf 313,90 Franken relativ gut. Goldman Sachs hat das Kursziel auf 390 von 355 Franken angehoben und den Titel zum Kauf empfohlen.

Novartis nach Investorenveranstaltung im Verkauf

Die Aktien von Novartis geben um 0,3 Prozent nach. Der Pharmariese bekräftigte im Rahmen einer Investorenveranstaltung die Ziele. Diese sollen unter anderem dank jüngst eingeführter Arzneien, einer starken Produktpipeline im späten Entwicklungsstadium und Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität erreicht werden.

Der Genussschein von Rivale Roche steigen um 0,2 Prozent. Die Tochter Chugai hat in Taiwan die Zulassung für Alecensa als Erstlinien-Behandlung von Patienten mit ALK-positivem, fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs erhalten.

Bei den Aktien kleinerer Pharmafirmen sind Basilea um 0,4 Prozent leichter und Idorsia fallen um 2,2 Prozent. Die Anteile von Börsenneuling Polyphor ermässigen sich um 2,3 Prozent auf 37,32 Franken. Die Papiere waren am Dienstag zu 38 Franken bei Anlegern platziert worden.

Die Aktien von Sonova sacken um 2,7 Prozent ab. Der schwedische Finanzinvestor EQT fusioniert den Hörgerätehersteller Sivantos mit dem dänischen Wettbewerber Widex. Dadurch entsteht ein Unternehmen mit mehr als 10'000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro. Mit einer Börsenbewertung von sieben Milliarden Euro formiert sich damit der hinter Marktführer Sonova und der dänischen William Demant drittgrösste Hörgerätehersteller der Welt. Mainfirst senkte ausserdem die Empfehlung für Sonova-Aktien auf "Neutral" von Outperform".

Zykliker meist fester

Die Aktien zyklischer Firmen tendieren fester. Die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Zementherstellers Lafarge-Holcim legen zu.

Richemont gewinnen 0,6 Prozent. Der Luxusgüterhersteller legt am Freitag den Geschäftsabschluss 2017/18 vor. Analysten erwarten einen Gewinnanstieg um 42 Prozent.

Am breiten Markt legen die Aktien der VZ Holding 3,3 Prozent zu auf 296 Franken. Die Bank Vontobel hat die Empfehlung für der Finanzdienstleister auf "Buy" von "Hold" und das Kursziel auf 370 von 310 Franken angehoben.

Von einer Kaufempfehlung von Baader Helvea profitierten die Aktien von Huber+Suhner und notieren um 6,4 Prozent höher.

(Reuters/cash)