Aktien SchweizSchweizer Börse gibt vor britischer Wahl nach

Die Kurse an der Schweizer Börse haben sich am Mittwoch in engen Spannen bewegt.
07.06.2017 17:35

Am Tag vor den britischen Unterhauswahlen, der EZB-Ratssitzung und der Anhörung des früheren FBI-Chefs James Comey im US-Kongress zur Russland-Affäre um Präsident Donald Trump verhielten sich die Anleger laut Händlern vorsichtig. Auch die Spannungen im Nahen Osten dämpften die Kaufbereitschaft.

Der SMI notiert mit 8877 Punkten um 0,4 Prozent tiefer. Dass die Anleger zwar vorsichtig aber nicht beunruhigt sind, lässt sich am Volatilitätsindex ablesen: Das Angstbarometer der Börse sinkt leicht.

Bei Roche blieb die von Händlern erhoffte technische Erholung aus, die Genusscheine notieren gar 0,8 Prozent tiefer. Der Pharmawert war am Dienstag 5,5 Prozent abgestürzt, nachdem klinische Testergebnisse zum Medikament Perjeta Fragen zum Umsatzpotenzial des Brustkrebsmittels aufgeworfen hatten. Die Daten zeigten, dass weniger Patientinnen als erwartet von dem Präparat profitierten.

Auch die Aktien von Rivalin Novartis bröckeln 0,3 Prozent ab. Auch die Anteile des dritten SMI-Schwergewichts Nestlé, die am Vortag ein Rekordhoch erklommen hatten, sinken um 0,7 Prozent. Brian Garnier und Berenberg haben ihre Empfehlungen auf "Neutral" beziehungsweise "Hold" gesenkt.

Bankaktien gesucht

Meist höhere Kurse verbuchen Finanzwerte. Händler sprechen von einer technischen Erholung. Zudem sorge der Notverkauf der kriselnden Banco Popular an die Konkurrentin Santander für ein Aufatmen im Sektor, heisst es. Der europäische Bankenindex steigt um 1,1 Prozent. Die Aktien der Credit Suisse und der UBS ziehen 0,5 und 1,2 Prozent an. Die Ausübungsfrist für die CS-Kapitalerhöhung endet am Mittwoch. "Der Druck vom Anrecht ist damit weg. Das gibt dem Titel etwas Luft", sagt ein Händler.

Bei den Versicherungen gewinnen Bâloise und Swiss Life 0,8 Prozent an Wert.

Die Anteile zyklischer Unternehmen dagegen rutschen mehrheitlich ab. Die Kurse von ABB und Geberit sinken um 0,7 und 0,2 Prozent. Gegen den Trend steigen die Titel von Adecco und SGS um 1,3 und 0,6 Prozent. Richemont ziehen 0,9 Prozent an und machen einen Teil des Vortagesverlusts wett.

Meyer-Burger-Rally geht weiter

Am breiten Markt hält die jüngste Aufwärtsbewegung bei Meyer Burger an. Die Anteile des Solarindustrie-Ausrüsters steigen um weiter 0,8 Prozent.

Die Anteile von SFS rücken 1,4 Prozent vor. UBS hatte die Titel am Vortag zum Kauf empfohlen.

Die VAT-Titel steigen um 1,4 Prozent auf 120,80 Franken. Die Aktien des Vakuumventile-Herstellers waren in der Vorwoche nach einer grösseren Platzierung unter Druck geraten.

Weiter unter Abgabedruck stehen die Anteile von Burckhardt nach der enttäuschenden Jahresbilanz und Dividendenkürzung, die die Kompressorenfirma am Vortag veröffentlicht hatte. Der Kurs sinkt um 2,9 Prozent auf 268 Franken. Kepler Cheuvreux hat das Kursziel auf 268 von 295 Franken gesenkt und rät, die Burckhardt-Aktien zu verkaufen.

Die Aktien des Flughafen Zürich sinken nach einer Zurückstufung auf "Neutral" durch Mainfirst um 2,5 Prozent.

(Reuters)