Aktien SchweizSchweizer Börse leicht im Plus

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstagsmittag kaum verändert mit einem kleinen Plus.
03.08.2017 12:30

Der SMI unternahm nach der Eröffnung einen Anlauf, um das Jahreshoch bei knapp 9149 Punkten zu erreichen, fiel dann aber zeitweise wieder unter 9100 Punkte zurück. Auch eine zweite Erholung stoppte einige Punkte unter der Jahresbestmarke. Unterstützung kommt weiterhin durch die Erholung des Euro zum Franken, der am Vorabend zeitweise über 1,15 Franken gestiegen war.

Der Dow Jones hatte am Vorabend erstmals über der Marke von 22'000 Punkten geschlossen. Am Morgen kam Unterstützung von Makrodaten aus Europa. So stieg der Detailhandelsumsatz in der Euro-Zone überraschend und auch das vom Münchner IFO ermittelte Wirtschaftsklima für die Euro-Zone signalisiert starkes Wachstum. Demgegenüber trübte sich die Unternehmensstimmung im Euro-Raum im Juli zum zweiten Mal in Folge ein, jedoch ausgehend von einem sehr hohen Niveau. Am Mittag folgt der Bank-of-England-Zinsentscheid und in den USA werden am Nachmittag die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, der Markit PMI Service, der ISM-Index und die Daten zum Auftragseingang Industrie veröffentlicht.

Der SMI steht kurz vor Mittag minimal höher bei 9126 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt 0,1% auf 1457 Zähler zu und der breite SPI 0,1% auf 10'394 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 13 im Plus, 14 im Minus und 3 unverändert.

Sonova an der Spitze der Gewinnerliste

Angeführt wird die Gewinnerliste von den Titeln des Hörgeräteherstellers Sonova (+1,1%). Auch die Zykliker Sika (+0,9%), Lafarge-Holcim (+0,8%) oder Geberit (+0,6%) notieren deutlicher im Plus. Hier würden mit steigendem Euro und Dollar auch die Gewinnerwartungen zulegen, heisst es am Markt. Das dürfte auch der Treiber der Kurse bei Richemont (+1,1%) und Swatch (+0,4%) sein, heisst es.

Bei den Schwergewichten notieren Roche (+0,2%) leicht im Plus. Das Medikament Alecensaon hat von der FDA den Priority-Review-Status bei einer bestimmten Art von Lungenkrebs erhalten. Das Immun-Therapeutikum Tecentriq stösst aufgrund des hohen Preises jedoch in Grossbritannien bei der Aufsichtsbehörde National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) auf Wiederstand. Nestlé (-0,1%) und Novartis (-0,2%) notieren im Minus.

Bei den Grossbanken verliert UBS (-0,1%) leicht, während Credit Suisse (+0,2%, 14,95 Franken) etwas steigen. Für die CS hat die Deutsche Bank das Kursziel auf 17 (15) Franken erhöht und die "Buy"-Bewertung bestätigt. Auch Vontobel hat seine Schätzungen angepasst und das Kursziel steigt für die CS-Papiere auf 14,30 (13,50) Franken bei weiterhin "Hold".

Kühne+Nagel nach Herabstufung im Verkauf

Klar im Minus notieren unterdessen Kühne+Nagel (-0,7%, 170,90 Franken) nach einer Herabstufung durch Barclays auf "Underweight", das Kursziel von 135 Franken wird bestätigt. Am Vorabend hatte unterdessen Baader Helvea das Kursziel bei einer bestätigten "Buy"-Empfehlung auf 200 (165) Franken angehoben. Auch Branchennachbar Panalpina (-0,4%) aus dem breiten Markt wird von Barclays herabgestuft.

Ansonsten finden sich noch Adecco (-0,9%), Vifor (-0,6%), ABB (-0,4%) und Lonza (-0,3%) unter den Bluechips mit grösseren Abgaben.

Im breiten Markt gewinnen Bucher (+4,0%) nach einer Umsatz- und Gewinnsteigerung im ersten Halbjahr deutlich hinzu. Das Marktumfeld in der Landwirtschaft und bei Kommunalfahrzeugen hat sich verbessert und die Guidance wird bestätigt.

Lem (+1,1%) hat von einer starken Nachfrage in China profitiert, insbesondere durch Automation, Solarenergie und alternative Antriebe. Umsatz und Ergebnis stiegen kräftiger als von den Analysten erwartet und insbesondere der Bereich Industrie überrascht positiv.

GAM trotz guter Zahlen im Minus

Idorsia (+0,3%) hat seit der Actelion-Ausgliederung einen Betriebsverlust ausgewiesen und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Betriebsaufwand von 180 bis 190 Millionen Franken.

GAM (-1,6%) hingegen geben nach Zahlen ab, nachdem der Kurs bereits im Vorfeld ordentlich zugelegt hatte. Der Vermögensverwalter hat im ersten Semester das Ergebnis verbessert und Neugelder angezogen. Die Erwartungen der Analysten wurden gut erreicht und auch der Ausblick ist zuversichtlich.

Auch Belimo (-1,1%) hat Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erwartungen wurden in etwa erreicht, der Ausblick auf das Gesamtjahr bleibe aber wenig konkret, heisst es.

(AWP)