Aktien Schweiz - Schweizer Börse macht keine grossen Sprünge

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Mittwochmittag wenig verändert mit leicht positiver Tendenz. Die Verluste aus der frühen Startphase wurden damit - gestützt von den Schwergewichten - wieder wettgemacht.
13.03.2019 11:30

Eine klare Richtung hat der SMI dabei aber nicht eingeschlagen. Dominiert wird das Tagesgespräch weiterhin von den Bemühungen der Briten um die Gestaltung des Ausstiegs aus der EU. Dies lässt die Investoren etwas weniger risikofreudig agieren, führt aber nicht zu Abgabedruck auf breiter Front.

Nach dem Scheitern des nachgebesserten Brexit-Deals von Premierministerin Theresa May im Parlament in London sollen die Abgeordneten nun am Mittwochabend über einen EU-Austritt ohne Vertrag abstimmen. Sollte ein solcher "No-Deal-Brexit" den Erwartungen entsprechend abgelehnt werden, käme es am Donnerstag zu einer Abstimmung über eine Verschiebung des Brexits.

Der SMI legt bis um 11 Uhr 0,1 Prozent auf 9340 Punkte und der breite SPI ebenfalls um 0,1 Prozent auf 11'064 Punkte zu. Der 30 Aktien umfassende SLI gibt dagegen leicht auf 1438 Punkte nach. Von den 30 SLI-Titeln notieren 16 im Minus, 12 im Plus und 2 (Sika, Swiss Re) unverändert.

Vifor vor Ergebnispräsentation gefragt

Am meisten gesucht sind derzeit Vifor Pharma (+0,7%) am Vortag der Ergebnispräsentation. Daneben stützen vor allem die beiden defensiven SMI-Schwergewichte Nestlé (+0,5%) und Novartis (+0,2%) den etwas fragilen Gesamtmarkt. Letztere werden dabei von einer FDA-Bewilligung für ein Nachahmerprodukt für das Novartis-Medikament Diovan kaum gebremst.

Credit Suisse zeigen sich nach einer Abstufung durch J.P. Morgan auf "Neutral" von "Overweight" und anfänglichen Verlusten mittlerweile gehalten.

Grösster Verlierer sind derzeit Schindler mit einem Minus von 2,8 Prozent. Die Partizipationsscheine wurden gleich von zwei angelsächsischen Instituten abgestuft. Barclays hat das Rating auf "Equalweight" von "Overweight" zurückgenommen und verweist dabei auf Berichte des Managements über Inflationsdruck und schwierige Verhandlungen mit den Lieferanten. Goldman Sachs stuft das Papier aus Bewertungsgründen nun mit "Neutral" ein und hebt damit die früher ausgesprochene Kaufempfehlung auf.

Dahinter büssen AMS (-1,0%) - nach Bestätigung der Einstufung "Underperform" durch die Credit Suisse - sowie Temenos (-0,7%) am meisten an Terrain ein.

Geberit büssen am Tag nach dem Jahresergebnis erneut ein, mit einem Minus von 0,1 Prozent aber nur noch moderat. Die DZ Bank hat im Anschluss an die Zahlen das Rating auf "Halten" von "Kaufen" zurückgenommen.

Rieter nach trübem Ausblick auf Tauchgang

Im breiten Markt verzeichnen Rieter einen Einbruch um rund 10 Prozent. Der Textilmaschinenhersteller hat 2018 zwar keine schlechten Zahlen erwirtschaftet. Der Ausblick präsentiert sich jedoch dermassen trüb, dass ein Stellenabbau angekündigt wurde. Jeweils nach Zahlen geben auch Von Roll (-6,6%) und Schmolz+Bickenbach (-2,1%) spürbar nach, wogegen sich EFG (+0,6%) etwas teurer werden.

Klar höher notieren derweil die Aktien der Privatbank Edmond de Rothschild (+6,7% auf 17'500 Franken). Die Rothschild-Familie will die Aktien von der Börse nehmen und hat ein Rückkaufangebot zu 17'945 Franken pro Aktie angekündigt. Kuros ziehen um 5,0 Prozent an. Das Biotechunternehmen hat von der amerikanischen Gesundheitsbehörde die Marktzulassung für ein Hilfsmittel zur Behandlung der Wirbelsäule erhalten.

Dafür fallen die Aktien der SNB mit einem Minus von 11 Prozent auf. Allerdings büsst der Titel damit nur einen Teil des Vortagesgewinns von knapp 20 Prozent wieder ein. Das Handelsvolumen der wenig liquiden Aktie ist mit 136 Titeln in Stückzahlen zwar gering, aber bereits rund doppelt so hoch wie an einem durchschnittlichen Tag.

(AWP)