Aktien Schweiz - Schweizer Börse mit leichtem Plus nach Verlusten der Vortage

Der Schweizer Aktienmarkt verzeichnet am Montag zur Mittagszeit leichte Gewinne. Der SMI eröffnete die Sitzung zunächst kaum verändert, konnte dann aber zulegen und die Marke von 8900 Punkten zurückerobern.
21.08.2017 12:40

Während andere wichtige Handelsplätze in Europa Verluste verbuchen, bieten hierzulande besonders die schwergewichtigen Nestlé und Novartis etwas Unterstützung. Geholfen habe der etwas stärkere Dollar sowie eine gewisse Erleichterung nach dem Rückzug des Chefstrategen von US-Präsident Donald Trump, so ein Analyst in Zürich. Dieser habe doch sehr rechts aussen gestanden, und es bleibe zu hoffen, dass sich "das Personalkarussell" im Weissen Haus nun etwas beruhigt.

Insgesamt verläuft der Handel zum Wochenstart in ruhigen Bahnen, was auch die ganze Woche angesichts weniger bedeutender Makro-Daten - besonders in den USA - anhalten dürfte. Der grösste Event der Woche wird wohl das jährliche Treffen der Notenbanker in Jackson Hole, das allerdings erst am Donnerstag beginnt. Allzu viel sollte man davon jedoch nicht erwarten, heisst es. Hierzulande geht derweil die Berichtssaison weiter, wobei die meisten grossen Unternehmen allerdings bereits durch sind.

Der SMI notiert gegen Mitag 0,4% höher bei 8910 Punkten, nachdem es die vergangenen zwei Handelstage deutlich runterging. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt aktuell ebenfalls 0,4% auf 1422 und der breite SPI ebenfalls 0,4% auf 10'165 Stellen. Von den 30 SMI/SLI-Titel liegen zur Berichtszeit 25 im Plus, 4 im Minus und 1 unverändert.

Teuer Schoggi-Aktie nach Kaufempfehlung gesucht

Lindt&Sprüngli (+2,6% auf 65'890 Franken) bleiben mit Abstand die grössten Gewinner, nachdem die Namenaktien von der UBS neu zum Kauf empfohlen werden. Das Kursziel erhöhte die Bank deutlich auf 75'000 von zuvor 66'000 Franken. Die Titel hätten sich nun seit zwei Jahren schwächer als der SPI entwickelt, heisst es. 2018 sollte das organische Umsatzwachstum nun jedoch wieder anziehen und zurück in den Bereich der mittelfristigen Ziele des Schokoladenherstellers finden.

Deutlich fester - ohne besondere Neuigkeiten - stehen zudem Swisscom (+1,8%), Aryzta (+1,3%) und Partners Group (+1,1%).

Etwas legen auch Adecco (+0,6%) zu - nach einer Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs. Die Einstufung bleibt "Neutral". Im zweiten Quartal habe sich das organische Wachstum zwar nicht beschleunigt, aber der Trend sei stabil geblieben, heisst es. Dieses Tempo dürfte auch im zweiten Halbjahr gehalten werden.

Dufry mit chinesischem Grossaktionär

Leicht fester werden zudem Dufry (+0,5%) gehandelt. Der Reisedetailhändler teilte mit, dass die chinesische HNA-Gruppe nun als neuer Grossaktionär definitiv gewonnen sei, was begrüsst werde. Derzeit würden verschiedene Optionen der Zusammenarbeit geprüft mit dem Ziel, die Marktposition von Dufry in China oder mit internationalen chinesischen Touristen zu stärken.

Unter den Schwergewichten legen Nestlé (+0,7%) und Novartis (+0,5%) zu, während Roche unverändert tendieren.

Die grössten Verlierer sind mittlerweile Credit Suisse (-0,4%) und UBS (je -0,4%). Europaweit hinken Bankenwerte aktuell hinterher. Die Schweizer Grossbanken sind zudem von einer Sammelklage in den USA betroffen. Dabei werfen Pensionsfonds verschiedenen Instituten Absprachen bei der Kreditvergabe vor, um so Wettbewerb zu verhindern.

Tiefer stehen zudem einzig noch Vifor (-0,2%) und SGS (-0,1%).

Metall Zug dämmt Verluste ein

Am breiten Markt konnten Metall Zug (-0,6%) die anfänglichen Verluste nach Zahlen mittlerweile etwas eindämmen. Das vorgelegte Ergebnis sei den Erwartungen nicht ganz gerecht geworden, heisst es etwa bei der Neuen Helvetischen Bank. Dies sei jedoch hauptsächlich auf die wohl vom Markt unterschätzten hohen Investitionen in künftiges Wachstum zurückzuführen.

Zahlreiche weitere Titel aus der zweiten Reihe folgen in dieser Woche noch mit Halbjahreszahlen.

(AWP)